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Was ist Lungenkrebs?

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Was ist Lungenkrebs?

Unter dem Begriff Lungenkrebs versteht sich ein bösartiger Tumor der Lunge. Dabei ist das Wort Lungenkrebs an sich als Sammelbegriff zu verstehen, hinter dem sich verschiedene Formen verbergen. Lungenkrebs ist in Deutschland eine der häufigsten Krebserkrankungen, die in engem Zusammenhang mit dem Rauchen steht. Nach dem Darm- und dem Prostatakrebs beim Mann bzw. Brustkrebs bei der Frau steht sie an dritter Stelle.

Die Lunge

Die Lunge ist ein Organ des Gasaustausches. Sie liegt in der Brusthöhle und sorgt einerseits dafür, dass Sauerstoff aus der Atemluft in die Blutbahn gelangt, und auf der anderen Seite für eine Abgabe von Kohlendioxid aus der Blutbahn in die Lunge, sodass dieses abgeatmet werden kann.

Atmet ein Mensch ein, so strömt die Luft durch die Nase oder den Rachen über den Kehlkopf in die Luftröhre. Die Luftröhre gabelt sich nach etwa 10 bis 12 cm Verlauf in zwei Hauptäste, die sogenannten Hauptbronchien. Sie sind der erste Teil der Lunge. Jeder Hauptbronchus versorgt einen der Lungenflügel, also der rechte Hauptbronchus den rechten Lungenflügel und der linke Hauptbronchus den linken Lungenflügel. Der linke Lungenflügel teilt sich weiter in einen oberen und unteren Lungenlappen, der rechte Lungenflügel ist größer und teilt sich in einen oberen, einen mittleren und einen unteren Lungenlappen. Dabei erfolgt eine weitere Aufzweigung der Bronchien zu Bronchiolen, bis diese schließlich in die Alveolen münden. Alveolen sind kleine Lungenbläschen, in denen der eigentliche Gasaustausch stattfindet. Der bei der Atmung von außen über die Bronchien und Bronchiolen in die Lunge geführte Sauerstoff tritt dort in die kleinen Blutgefäße der Lunge, die Lungenkapillaren, über, und das im Blut befindliche Kohlendioxid wird entsprechend gegensätzlich in die Lungenalveolen abgegeben und abgeatmet. Die Zahl der Alveolen in einer menschlichen Lunge wird auf etwa 300 Millionen geschätzt. Dies entspricht einer Fläche für den Gasaustausch von 100 Quadratmetern.

Die Atmung

Ein erwachsener Mensch tätigt pro Minute etwa 12 bis 15 Atemzüge, um seinen Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Bei jedem Atemzug wird etwa ein halber Liter Luft eingeatmet. Unter Anstrengung verändern sich zur Hauptsache zwei Parameter, um dem erhöhten Sauerstoffbedarf nachzukommen, nämlich die Atemfrequenz und das Atemzugvolumen. Es können also sowohl mehr Atemzüge pro Minute getätigt werden als auch die pro Atemzug eingeatmete Luftmenge vergrößert werden. Die körperliche Leistungsfähigkeit eines Menschen hängt entsprechend davon ab, wie gut seine Lunge sich an den jeweiligen Sauerstoffbedarf anpassen kann, also von der sogenannten Lungenfunktion. Ist die Lungenfunktion stark eingeschränkt, kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und die Betroffenen verspüren eine Atemnot.

Die Lungenfunktion kann durch verschiedene Untersuchungsverfahren bestimmt werden. Dies kann wichtig sein, weil sie einen bestimmten Wert nicht unterschreiten darf. Sind Erkrankungen der Lunge bekannt, die eine operative Entfernung von Teilen der Lunge erfordern, so kann die Operation nur dann durchgeführt werden, wenn die Lungenfunktion groß genug ist, um auch mit einer verkleinerten Lunge die Versorgung des Körpers zu gewährleisten. Die Lungenfunktion kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, unter anderem auch vom Rauchen. Ohne Lunge kann ein Mensch nicht überleben – sie ist ein überlebenswichtiges Organ.

Lydia Köper

12.08.11

Lungenkrebs
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