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Wozu dient eine MRT?

Die Magnetresonanztomografie (MRT) wird oft auch als Kernspintomografie bezeichnet.

Mikhail Malyshev/Shutterstock

Die Magnetresonanztomografie (MRT), oft auch als Kernspintomografie bezeichnet, ist ein bildgebendes Verfahren. Sie findet häufig Einsatz in der medizinischen Diagnostik zur Darstellung der Struktur von Geweben und Organen im Körper.

Wie funktioniert eine MRT?

Eine Besonderheit der MRT ist, dass sie im Gegensatz zum Röntgen oder zur CT nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Durch diese Felder und Wellen lassen sich die kleinsten Bausteine des menschlichen Körpers beeinflussen – die Wasserstoffatome. Sie werden durch das Magnetfeld auf ein höheres Energieniveau gebracht und durch die Radiowellen in Schwingung versetzt. Diese physikalischen Reaktionen der Atome können detektiert und aufgezeichnet werden.

Bildentstehung

Die gemessenen physikalischen Reaktionen werden von einem Computer in ein Bild umgewandelt. Wie sich die verschiedenen Gewebe des Körpers darstellen, hängt vom Wassergehalt ab. Strukturen mit sehr wenig Wasseranteil wie Knochen oder die luftreichen Regionen der Lunge lassen sich im MRT nicht gut darstellen. Besonders gut abbilden lassen sich hingegen die weichen Gewebe des Körpers und die Gelenke. Generell ist es so, dass Gewebe mit niedrigem Wasseranteil dunkel erscheinen, während sich Gewebe mit hohem Wasser- oder Fettanteil hell darstellen.

Vom Computer werden zunächst Schnittbilder erstellt. Dies entspricht dem Messvorgang der Tomografie, deren Bezeichnung sich aus dem Griechischen ableitet und so viel wie Schnittbild bedeutet. Durch ein Zusammenfügen der Schnittbilder ist es möglich, für die Analyse auch Längsschnitte und dreidimensionale Darstellungen zu erhalten.

Anwendungen der MRT

Der Hauptgrund für den Einsatz einer MRT ist die differenzierte Darstellung von Geweben des Körpers. Insbesondere bei einem Verdacht auf Erkrankungen im Bereich der Weichteile, eines bestimmten Organs, des Gelenkknorpels, der Menisken, der Bandscheiben oder des Gehirns ist eine MRT angezeigt. Im Allgemeinen lassen sich Tumoren, Entzündungen und Traumen im MRT gut darstellen, da sich ihr Wasserstoffgehalt von dem gesunden Gewebe unterscheidet. Sollen ähnliche Gewebe genauer differenziert werden, kann ein Kontrastmittel eingesetzt werden. Es wird in der Regel intravenös verabreicht und verteilt sich über die Blutbahn im Körper des Patienten. In den Schnittbildern stellt sich das Kontrastmittel in den Blutgefäßen heller dar, sodass diese vom umliegenden Gewebe abgegrenzt werden können. Auch in Tumoren reichern sich die Kontrastmittel aufgrund der verstärkten Durchblutung vermehrt an, sodass der Einsatz von Kontrastmitteln auch bei der Diagnostizierung von Tumoren sinnvoll sein kann.

Ablauf einer MRT

Für die MRT ist im Allgemeinen keine spezielle Vorbereitung des Patienten erforderlich. Bei der Untersuchung sollte bequeme Kleidung getragen werden, die keine Reißverschlüsse oder Knöpfe aus Metall enthält. Auch am Körper darf kein Metall getragen werden – alle metallenen Gegenstände wie Piercings, Schmuck, Hörgeräte, Uhren, Gebisse oder Schlüssel müssen vor der Untersuchung abgelegt werden. Dies ist durch das starke Magnetfeld begründet, das bei der MRT eingesetzt wird. Es würde zum einen die metallenen Gegenstände anziehen und kann zum anderen eine deutliche Erwärmung hervorrufen, die im schlimmsten Fall Verbrennungen verursachen kann. Auch die Qualität der Aufnahmen würde leiden. Zur Untersuchung sollte zudem ungeschminkt erschienen werden, da auch Schminke metallene Zusätze enthalten kann.

Für die eigentliche Untersuchung legt sich der Patient auf eine Untersuchungsliege, die dann in den röhrenförmigen Magnetresonanztomografen gefahren wird. Während einer Untersuchung treten immer wieder laute Klopfgeräusche des Geräts auf, weshalb der Patient in der Regel Ohrstöpsel oder Kopfhörer bekommt. Während der Untersuchung muss der Patient absolut ruhig liegen, da jede Form der Bewegung die Qualität der Aufnahmen deutlich verringert. Die Dauer einer MRT kann sehr unterschiedlich sein und hängt vom zu analysierenden Körperareal ab. Die Varianz liegt zwischen ein paar Minuten und über einer Stunde. Die MRT selbst ist schmerzfrei, der Patient merkt von dem Magnetfeld und den Radiowellen nichts.

Lydia Köper

27.01.12

MRT
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