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Arten der MRT

Für spezielle Anwendungen wurden zahlreiche verschiedene MRT-Arten entwickelt.

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Für spezielle Anwendungen wurden zahlreiche verschiedene MRT-Arten entwickelt. Sie ermöglichen es, durch spezielle Verfahren bestimmte Bereiche des Körpers besonders gut darzustellen und machen diese so der Diagnostik zugänglich.

Die Echtzeit-MRT

Die Echtzeit-MRT ermöglicht die Darstellung von Bewegungen. Auf Basis einer MRT ist es möglich, die Bewegungen eines zu beobachtenden Organs oder einer Struktur in Echtzeit darzustellen. Angewendet wird dieses Verfahren zum Beispiel in der Herzbildgebung, um das schlagende Herz zu analysieren. Aber auch bei funktionellen Untersuchungen des Gehirns oder der Gelenke (z. B. Kiefergelenk oder Kniegelenk) kann dieses Verfahren zum Einsatz kommen. Auch komplexe Bewegungsabfolgen vieler kleiner Muskeln wie beispielsweise beim Schlucken oder Sprechen lassen sich darstellen. Weiterhin wird die Echtzeit-MRT im Bauchbereich und zur nicht invasiven Kontrolle bei Operationen im minimal-invasiven Verfahren eingesetzt. Technisch ist die Echtzeit-MRT durch sehr schnelle Messsequenzen möglich, durch die Bildaufnahmen mit einer hohen zeitlichen Auflösung entstehen.

Die Magnetresonanzangiografie (MRA)

Die Magentresonanzangiografie (MRA) ist ein spezielles Verfahren der MRT zur Darstellung von Blutgefäßen. Dazu können verschiedene Techniken eingesetzt werden, die meist nicht-invasiv sind und oftmals auf einem Einsatz von Kontrastmitteln beruhen. Während die Angiografie zweidimensionale Abbildungen ermöglicht, können mit der MRA dreidimensionale Bilder erstellt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Einführung eines Katheters in die Blutgefäße entfällt. Zu den typischen Indikationen für eine MRA zählen der Verdacht auf Arterienstenosen, Gefäßverschlüsse, Venenthrombosen, Gefäßaussackungen, Gefäßfehlbildungen sowie die Untersuchung der Gefäßverhältnisse in Tumoren.

Funktionelle Magentresonanztomografie (fMRT)

Im weiteren Sinne betrachtet beschreibt die funktionelle MRT (fMRT) ein Verfahren zur Darstellung physiologischer Funktionen im Inneren des Körpers. Im engeren Sinne bezeichnet sie eine Methode, mit der aktivierte Hirnareale in hohem Auflösungsvermögen dargestellt werden können. Dies erfolgt anhand der Möglichkeit, Durchblutungsveränderungen abzubilden. Sie werden wiederum durch eine erhöhte Stoffwechselaktivität hervorgerufen, die ihrerseits durch eine verstärkte neuronale Aktivität begründet ist. Dabei macht man sich die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von oxygeniertem und desoxygeniertem Blut zunutze.

Eine fMRT-Untersuchung läuft in der Regel in drei Phasen ab. Zunächst wird ein Prescan durchgeführt, der in der Regel wenig Zeit in Anspruch nimmt und der Überprüfung der korrekten Lage des Patienten dient. Es folgt ein anatomischer MRT-Scan, durch den die anatomischen Strukturen des zu untersuchenden Bereichs dargestellt werden. Im anschließenden eigentlichen fMRT-Scan werden durch ein schnelles Verfahren Durchblutungsunterschiede des zu analysierenden Gewebes dargestellt. Dabei können dem Patienten verschiedene Aufgaben gegeben werden, wie z. B. das Drücken einer Taste beim Zeigen eines bestimmten Objekts. Vor allem in der Neurologie und der Neuropsychologie wird die fMRT eingesetzt. Es können Hirnstoffwechselstörungen ausgemacht werden, die z. B. an der Entstehung von Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen beteiligt sind.

Perfusions-MRT

Die Perfusions-MRT ist ein Verfahren zur diagnostischen Darstellung und Quantifizierung der Durchblutung von Organen und Geweben. Sie konkurriert mit verschiedenen nuklearmedizinischen Methoden und der CT-Perfusionsbildgebung. Indikationen für eine Perfusions-MRT sind ein Verdacht auf Durchblutungsstörungen und Ischämien im Gehirn, Herz oder in der Lunge. Auch zur Darstellung der Durchblutung von Tumoren kann die Perfusions-MRT eingesetzt werden. Für eine Perfusions-MRT können verschiedene Techniken angewendet werden. Bei der dynamischen kontrastmittel-verstärkten Perfusions-MRT wird die Kontrastmittelpassage im zu untersuchenden Gewebe gemessen. Bei der arteriellen Spin-Markierung wird kein Kontrastmittel benötigt. Das zuströmende Blut des zu analysierenden Gewebes wird durch Hochfrequenz-Pulse markiert und kann so analysiert werden.

Diffusions-Tensor-Bildgebung

Die Diffusions-Tensor-Bildgebung ist ein Verfahren, mit dem die Diffusionsbewegung von Wassermolekülen im Körpergewebe gemessen und räumlich aufgelöst werden kann. Sie kommt vorwiegend bei Untersuchungen des Gehirns zum Einsatz. So ist die Diffusions-Tensor-Bildgebung ein etabliertes Verfahren zur Diagnose von Schlaganfällen und kann auch bei der Planung von Operationen und Bestrahlungen angewendet werden.

MR-Elastografie

Die MR-Elastografie wird häufig zur Erkennung von Tumoren eingesetzt. Das Verfahren nutzt dabei die Tatsache, dass Tumorgewebe häufig anders komprimierbar ist als das umliegende Gewebe. Es werden die visko-elastischen Eigenschaften von Geweben bei einer MR-Elastografie abgebildet.

Lydia Köper

27.01.12

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