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Chancen und Risiken einer MRT

Ein Vorteil der MRT ist die bessere Bildgebung im Vergleich mit anderen Verfahren.

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Die Chancen einer MRT sind in der Regel als hoch einzustufen, da das Verfahren die Möglichkeit eröffnet, ohne einen Schnitt oder eine Verletzung in das Innere eines Körpers zu blicken und diesen im Detail darzustellen. Im Vergleich zu einer CT, die ebenso diese Chance eröffnet, ist die MRT als risikoärmer einzustufen. Dennoch setzt sich ein Patient auch bei der Durchführung einer MRT gewissen Risiken aus.

Chancen einer MRT

Die MRT hat in der Hauptsache zwei Vorteile gegenüber anderen bildgebenden Verfahren. Einer ist die häufig bessere Bildgebung bestimmter Gewebe und Organe, von denen manche, wie zum Beispiel Nerven- und Hirngewebe, erst durch eine MRT darstellbar werden. Was die Weichteildiagnostik anbetrifft, ist die MRT anderen Verfahren überlegen. Der zweite Vorteil ist in der Tatsache begründet, dass die MRT im Gegensatz zur CT oder dem Röntgen ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen auskommt. Diese sind potentiell gesundheitsschädlich. Vergleicht man die zwei bildgebenden Verfahren, die eine schichtweise Darstellung des Körpers ermöglichen, nämlich die CT und die MRT, so ist die CT klar bei der Abbildung von Geweben mit geringem Wassergehalt wie z. B. Knochen überlegen – diese lassen sich in der MRT kaum darstellen. Ein weiterer Nachteil der MRT ist die längere Untersuchungsdauer. Nach aktuellen Erkenntnissen sind bei der MRT aber keine länger anhaltenden Risiken und Nebenwirkungen zu erwarten, während bei der CT die eingesetzte Röntgenstrahlung ein gewisses Risiko bedeutet. Dies schafft insbesondere bei Schwangeren einen großen Vorteil. Während Röntgen oder eine CT bei ihnen nicht durchgeführt werden darf, weil die Strahlung das ungeborene Kind schädigen würde, gibt es bei der MRT bisher keine Hinweise darauf, dass die Untersuchung schadet. Dennoch wird zur Sicherheit eine MRT nur in dringenden Fällen an Schwangeren durchgeführt.

Risiken einer MRT

Eine MRT führt in der Regel nur zu kurzfristigen Auswirkungen. Im Vergleich zur CT, bei der der Patient während der Messung auf einer Liege durch einen offenen Ring geschoben wird, befindet er sich bei der MRT in einem Tunnel. Diese Tatsache kann bei einigen Menschen Platzangst (Klaustrophobie) auslösen. Ist einem Patienten bekannt, dass er unter Platzangst leidet, sollte er dies vor der Untersuchung seinem Arzt mitteilen. Dieser kann Beruhigungsmittel verabreichen und so eine geplante MRT deutlich angenehmer gestalten. Neben einer auftretenden Platzangst sind es laute, meist klopfende Geräusche des Geräts, die die Untersuchung etwas unangenehm machen können. Um diese zu dämmen, werden dem Patienten Kopfhörer oder Ohrstöpsel gegeben.

Die Untersuchung im Magnetfeld an sich ist in der Regel bedenkenlos. Während der Analyse können Lichterscheinungen im Auge, sogenannte Phosphene, auftreten. Geschieht dies, brauchen sich die Betroffenen nicht zu sorgen, da diese nach Beendigung der Untersuchung wieder verschwinden werden und auch anschließend nicht wieder auftreten. Gefahren entstehen durch das Tragen metallener Gegenstände im oder am Körper. Sind Implantate aus Metall vorhanden, muss dies unbedingt vor der Untersuchung mit einem Arzt besprochen werden. Alle am Körper getragenen Dinge aus Metall sind abzulegen. Geschieht dies nicht, werden die Gegenstände vom starken Magnetfeld des Geräts angezogen. Sie können dann durch die Geschosswirkung den Patienten verletzen oder in das Gerät hineingezogen werden und dieses beschädigen. Implantate können durch das starke Magnetfeld gestört und auch im Körper verlagert werden. Metallene Gegenstände im oder am Körper können sich zudem stark erhitzen. Dies trifft beispielsweise auch metallhaltige Schminke oder die in Tätowierungen befindliche Farbe, die ebenfalls Metall enthalten kann. Zu einer MRT-Untersuchung sollte daher immer ungeschminkt erschienen werden, über Tätowierungen muss der Arzt vorab informiert werden. Befindet sich Metall im Magnetfeld des Magnetresonanztomografen, kann dieses durch eine Erhitzung Verbrennungen zweiten Grades am Körper des Patienten hervorrufen. Weitere Nebenwirkungen der MRT können auftreten, wenn ein Kontrastmittel eingesetzt wird.

Lydia Köper

27.01.12

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