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Welche Erkenntnisse bringt eine MRT?

Konstantin Sutyagin/Shutterstock

Eine MRT wird für verschiedene Analysen eingesetzt. Ob sie angewendet wird oder nicht, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Untersuchung Vorteile gegenüber anderen bildgebenden Verfahren der Radiologie bringt und ob diese Vorteile für die Diagnostik erforderlich sind.

Vorteile der MRT gegenüber anderen bildgebenden Verfahren

Der wesentliche Vorteil der MRT ist die oft bessere Darstellbarkeit der Organe mit dieser Methode. Sie resultiert aus der Verschiedenheit der Signalintensität, die die unterschiedlichen Gewebe verursachen. Zum Beispiel Nerven- und Hirngewebe sind mit anderen Verfahren schlechter darstellbar, sodass bei einer Diagnostik in diesem Bereich eine MRT in der Regel die Methode der Wahl ist. Durch eine geeignete Variation verschiedener Untersuchungsparameter ist es möglich, bei Geweben mit einem hohen Wassergehalt Details zu erkennen, die mit anderen Verfahren nicht so deutlich aufgelöst werden können. Dies trifft sowohl auf die Röntgenanalyse als auch auf die auf Röntgenstrahlung basierende Computertomografie, die CT zu. Besonders gut darstellen lassen sich mit der MRT zudem Tumoren und Entzündungsherde, wenn zwei Aufnahmeserien gemacht werden – eine mit und eine ohne Kontrastmittel. Entzündungsherde oder Tumoren zeichnen sich durch eine Weißfärbung vom gesunden umliegenden Gewebe ab. Durch neuere, schnelle Aufnahmeverfahren ist es zudem möglich, Bewegungen von Organen darzustellen oder die Position der medizinischen Instrumente während eines operativen Eingriffs zu überwachen.

Verschiedene Untersuchungsformen mit einer MRT

Ja nach Fragestellung kann eine MRT in verschiedenen Bereichen des Körpers für die Diagnose unterschiedlicher Krankheiten erfolgen. So kann eine Becken- oder Harnblasen-MRT Aufschluss darüber geben, ob eine Prostatahyperplasie oder ein Prostatakrebs vorliegt, ob gynäkologische Tumoren oder Rektalkarzinome vorhanden sind oder ob Ovarialzysten bestehen. Auch Hüftgelenksentzündungen können in diesem Bereich diagnostiziert werden. Zudem kann eine Analyse der Beckengefäße, der freien Flüssigkeit und der Funktionalität von Transplantaten erfolgen.

Auch im Brustbereich kann eine MRT eingesetzt werden. In Ergänzung zur Sonografie oder Mammografie kann sie in der Brustkrebsdiagnostik verwendet werden. Auch postoperativ kann sie in der Krebsdiagnostik notwendig sein, um Rückfälle, sogenannte Rezidive, auszuschließen. Dies ist insbesondere bei Frauen mit Brustimplantaten der Fall.

Die Darstellung von Blutgefäßen kann Fehlbildungen, Thrombosen und Entzündungen aufzeigen, sowohl in Venen als auch in Arterien. Auch die Herzkranzgefäße können mit einer MRT begutachtet werden. Eine weitere Möglichkeit, bei der die MRT oft angewendet wird, ist die Diagnostik im Gelenk. Dabei kann zwischen traumatischen, degenerativen, entzündlichen und tumorösen Erkrankungen differenziert werden. Auch die Sehnen können analysiert werden, auf Entzündungen, Degenerationen und Rupturen.

Im Kopfbereich können durch eine MRT vor allem entzündliche Prozesse, Tumoren und Fehlbildungen dargestellt werden. Um akute Blutungen nachzuweisen, ist die CT die Methode der Wahl. Auch im Bereich der Wirbelsäule lassen sich verschiedene Erkrankungen in der MRT erkennen, zum Beispiel Bandscheibendegenerationen, Spinaltumoren, Entzündungen, neurologische Erkrankungen des Rückenmarks, Syringomyelie (Höhlenbildung in der grauen Substanz des Rückenmarks), Fehlbildungen, Wirbelkörperfrakturen und Knochenmetastasen.

Im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und im Bereich der Thoraxwand können durch eine MRT vorwiegend Tumoren oder auch entzündliche Prozesse diagnostiziert werden. Auch im Knochenmark können Lymphome, Plasmozytome, Metastasen und Hämangiome aufgespürt werden, ebenso Verfettungen des Markraums. Im Bereich der Weichteile wird eine MRT zur Detektion von muskulo-skelettalen Tumoren (z. B. Sarkomen) und von Entzündungen eingesetzt.

Neben diesen verschiedenen Verfahren ist ein weiterer wichtiger Bereich, in dem die MRT häufigen Einsatz erfährt, die Analyse einzelner Organe wie z. B. der Leber, der Niere oder der Milz. Dort kann sie bei fast allen Fragestellungen angewendet werden, den häufigsten Einsatz bedingt aber wohl der Verdacht auf einen Tumor, eine Entzündung oder Gefäßfehlbildung. Auch Schilddrüsenvergrößerungen oder pathologisch veränderte Lymphknoten können mittels MRT dargestellt werden. Auch für die Erstellung einer Abbildung von Pankreas, Gallenblase und Gallengängen wird die MRT verwendet.

Lydia Köper

27.01.12

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