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Multiples Myelom: Forscher untersuchen Erbgut von Patienten

Ron Kloberdanz/Shutterstock

Erstmals haben Wissenschaftler aus London und Heidelberg bei mehr als 1.600 Patienten mit Multiplem Myelom genomweit nach charakteristischen Veränderungen gesucht und dabei genetische Risikofaktoren entdeckt. Das teilt die Universität Heidelberg mit. Um diesen genetischen Auslösern auf die Spur zu kommen, verglich das internationale Forscherteam mithilfe eines speziellen Analyseverfahrens die Erbgut-Variationen von 1.675 Patienten mit Multiplem Myelom mit denen von 5.903 gesunden Menschen.

Die Idee dahinter: Treten bestimmte genetische Variationen bei Patienten signifikant häufiger auf als bei der Kontrollgruppe, kann man davon ausgehen, dass sie bei der Erkrankung eine Rolle spielen. Die Wissenschaftler fanden Variationen in zwei Regionen der Erbinformation, die in der Patientengruppe eine höhere Frequenz als in der Kontrollgruppe aufwiesen. Dort befinden sich die genetischen Baupläne für zwei bekannte Proteine, die eine Rolle bei Krebsentstehung und Tumorwachstum spielen, bisher aber noch nicht mit dem Multiplen Myelom in Verbindung gebracht wurden. Ziel der weiteren Forschung ist es nun, den Einfluss dieser Proteine zu bestätigen und weiter aufzuklären.

Quelle: Befund Krebs 1/2012

02.05.12

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