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Nebenwirkungen einer Brustkrebs Therapie

Fatigue ist eine häufige Nebenwirkung von Brustkrebs Therapien

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Die unterschiedlichen Therapieverfahren, die bei einem Brustkrebs zur Anwendung kommen können, sind alle nicht nebenwirkungsfrei. Welche Nebenwirkungen genau auftreten können und wie schwer diese sind, hängt einerseits vom Therapieverfahren und andererseits von individuellen Faktoren ab. Die Angabe der möglichen Nebenwirkungen zeigt lediglich auf, welche Auswirkungen die Therapie haben kann. Welche dann individuell tatsächlich auftreten und in welcher Intensität dies geschieht, ist im Vorhinein nicht zu beurteilen. Nicht jede Nebenwirkung muss überhaupt auftreten und auch ihre Schwere variiert von Person zu Person. Aber egal wie viele Nebenwirkungen die eingesetzte Therapie auch hat, die Betroffenen dürfen nie den Nutzen aus den Augen verlieren. Ohne eine Behandlung verläuft i. d. R. jede Krebserkrankung tödlich.

Strahlentherapie

Generell lässt sich festhalten, dass eine Strahlentherapie auch bei Brustkrebs relativ nebenwirkungsarm ist, da sie im Unterschied zu einer systemischen Therapie nicht auf den ganzen Körper wirkt, sondern nur im tatsächlich bestrahlten Areal. Hauptsächlich kommt es bei einer Strahlentherapie daher als Nebenwirkung zu einer Reizung der Haut im direkten Bestrahlungsfeld. Innerhalb der ersten sechs Wochen nach Beginn können leichte Rötungen oder Schwellungen auftreten, die den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes ähneln. Dauerhafte Schäden der Haut sind heutzutage selten. Dazu zählen z. B. geplatzte Äderchen, Pigmentflecken oder hellere Stellen. Eine dauerhaft trockene Haut kann durch eine Störung der Schweiß- oder Talgdrüsen entstehen.

(Anti-)Hormontherapie

Die (Anti-)Hormontherapie ist bei Brustkrebs und generell eine systemische Therapie, sie betrifft also den ganzen Körper. Für eine solche Therapieform ist die (Anti-)Hormontherapie jedoch vergleichsweise nebenwirkungsarm. Da die Wirkung einer systemischen Therapie den ganzen Körper trifft, gilt dasselbe natürlich auch für die Nebenwirkungen. Bei der Anti-)Hormontherapie hängen die auftretenden Nebenwirkungen zudem vom natürlichen Hormonspiegel der Frau ab. Ist eine Frau bereits in den Wechseljahren, ist mit weniger Nebenwirkungen zu rechnen. Wird eine (Anti-)Hormontherapie begonnen, bevor die Menopause eingetreten ist, so wird die Frau von einem Tag auf den anderen mit Symptomen konfrontiert werden, die eigentlich für die Wechseljahre typisch sind. Dies sind vor allem das Gefühl aufsteigender Hitze und eine Trockenheit der Schleimhäute, auch im Genitalbereich. Zudem kann es zu Einschränkungen der Sexualität kommen. Bei einer Therapie mit dem ansonsten gut verträglichen Wirkstoff Tamoxifen kann es u. U. zu Blutgerinnungsstörungen (Thrombosen) und Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut kommen. Für die Therapie mit Aromatasehemmern sind das mögliche Auftreten von Gelenkbeschwerden und Knochenschwäche bekannte Nebenwirkungen.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie als systemische Therapie hat vergleichsweise starke Nebenwirkungen. Die verabreichten Medikamente hemmen nicht nur die Zellvermehrung der Krebszellen, sondern aller sich schnell teilender Zellen im Körper. Da sich insbesondere die Zellen des Immunsystems häufig teilen, kann es zu Einschränkungen der körpereigenen Abwehr kommen. Auch Haarzellen teilen sich regelmäßig, wodurch der bei einer Chemotherapie auftretende Haarausfall zu erklären ist. Aufgrund von Reizerscheinungen an der Magenschleimhaut kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Als Folge davon kann sich eine Appetitlosigkeit einstellen. Zudem beeinträchtigt eine Chemotherapie unter Umständen die Funktion der Mundschleimhaut, sodass als mögliche Nebenwirkungen Mundtrockenheit, wunde Stellen und Geschwüre auftreten können. Der Körper erholt sich nach Beendigung der Chemotherapie langsam wieder, weshalb auch die Nebenwirkungen verschwinden. Einer Übelkeit mit Brechreiz kann zudem medikamentös entgegengewirkt werden.

Lydia Köper

01.07.11

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