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Nebenwirkungen einer Leberkrebs Therapie

Eine Chemotherapie ist eine systemische Therapie, die nicht spezifisch nur auf das Tumorgewebe wirkt.

Li Wa/Shutterstock

Nebenwirkungen von Therapien

Die verschiedenen Therapien, die zur Behandlung eines Leberkrebses eingesetzt werden, sind alle nicht ohne Nebenwirkungen. Wie stark diese sind, hängt zum einen von der Form des Verfahrens ab, da lokale Anwendungen in der Regel weniger unerwünschte Wirkungen haben als systemische, und zum anderen von individuellen Faktoren. Nicht jede mögliche Nebenwirkung muss bei jedem Patienten überhaupt auftreten. Zudem ist es von Person zu Person unterschiedlich, inwieweit sich der einzelne durch eine bestimmte Nebenwirkung in seiner Lebensqualität beeinträchtigt fühlt. Die meisten Nebenwirkungen sind Sofortreaktionen und damit auf den Zeitraum der Behandlung beschränkt. Ist die Behandlung vorüber, klingen sie rasch ab. Über Langzeitfolgen der verschiedenen Krebstherapien ist derzeit trotz wissenschaftlicher Untersuchungen wenig bekannt.

Nebenwirkungen einer Lebertransplantation

Wird eine Lebertransplantation durchgeführt, so müssen vom Organempfänger zeitlebens Medikamente eingenommen werden, weil das Immunsystem sonst das fremde Organ abstoßen würde. Diese Medikamente schwächen allerdings auch die Abwehrkraft gegenüber Infektionen und neu entstehenden Tumorzellen.

Nebenwirkungen lokaler Therapieverfahren

Bei einer perkutanen Ethanol-Injektion kann es passieren, dass beim Herausziehen der Nadel durch den Stichkanal ein Tropfen des eingesetzten Verödungsmittels austritt und das Bauchfell reizt. Dies verursacht Schmerzen, die aber durch eine Gabe von Schmerzmitteln gestillt werden können. Ebenfalls nicht ohne Nebenwirkungen ist eine Embolisation, ein Gefäßverschluss. Es können Schmerzen im Oberbauch, Fieber und Übelkeit auftreten. Diese Nebenwirkungen lassen sich in der Regel gut behandeln und verschwinden mit Abschluss der Therapie meist wieder.

Die Strahlentherapie

Bei einer externen Strahlentherapie ist es vor allem die Haut im Bestrahlungsfeld, die gereizt wird. Sie kann sich röten und anschwellen, mit Abschluss der Behandlung verschwinden die Symptome aber meist schnell wieder. Dank stetigen Verbesserungen dieser Therapieform treten bleibende Schäden so gut wie nicht mehr auf. Bei Bestrahlungen im Bauchraum kann es zu einem Auftreten von Übelkeit und Erbrechen kommen.

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist eine systemische Therapie, die nicht spezifisch nur auf das Tumorgewebe wirkt. Sie greift alle Gewebe an, deren Zellen sich häufig teilen. Dazu gehören vor allem die Schleimhäute, das Blutbildende System und die Haare. Durch die Wirkung auf die Schleimhäute kann es zu einer Mundtrockenheit und dem Auftreten von wunden Stellen kommen. Die Haare fallen am gesamten Körper aus, werden aber nach Beendigung der Therapie meist rasch nachwachsen. Durch die Einschränkung des Blutbildenden Systems können drei verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Eine reduzierte Bildung roter Blutkörperchen, die unter anderem für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind, resultiert in einer Blutarmut. Werden nicht genug weiße Blutkörperchen gebildet, die ein wichtiger Teil des Immunsystems sind, ist die Abwehrfunktion des Körpers eingeschränkt und die Infektionsanfälligkeit erhöht. Kann der Körper nicht genügend Blutplättchen produzieren, entsteht eine Blutgerinnungsstörung. Durch die Wirkung der Chemotherapeutika auf eine bestimmte Region im Gehirn kommt es zudem zum Auftreten von Übelkeit und Erbrechen. Durch eine frühzeitige Gabe von Antiemetika noch vor Therapiebeginn kann diese Nebenwirkung aber in vielen Fällen komplett unterdrückt werden.

Zielgerichtete Therapien

Die zielgerichteten Therapien sind im Allgemeinen deutlich ärmer an Nebenwirkungen als eine Chemotherapie, obwohl sie auch systemisch angewendet werden. Durch die spezifische Wirkungsweise sind von der Behandlung fast nur Tumorzellen betroffen, sodass normales Gewebe weitgehend verschont wird.

Lydia Köper

07.10.11

Nebenwirkungen
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