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Die Nebenwirkungen Lungenkrebs Therapie

Brenda Carson/Shutterstock

Nebenwirkungen von Therapien

Die drei grundlegenden Säulen der Krebstherapie, die auch beim Lungenkrebs eingesetzt werden, sind die Operation, die Chemotherapie und die Strahlentherapie. Relativ neu ist der Einsatz zielgerichteter Therapien.

Operation

Die operative Entfernung eines Bronchialkarzinoms birgt zum einen die normalen OP-Risiken. Die Nebenwirkungen der eigentlichen Entfernung eines Teils der Lunge sind in der Regel physiologischer Natur und bestehen in der Einschränkung der Lungenfunktion.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine lokal angewendete Behandlung, die nur auf die tatsächlich bestrahlte Körperregion wirkt. Von Nebenwirkungen betroffen ist bei einer externen Strahlentherapie vorwiegend die im Bestrahlungsfeld liegende Haut des Patienten. Sie wird ebenso getroffen, wie die tiefer liegenden zu behandelnden Organe, da die Strahlen durch sie in den Körper eintreten. Die Dosis auf der Haut ist aber geringer, weil die Strahlung erst unter der Haut ihr Wirkmaximum erreicht. Die Folgen sind Symptome ähnlich denen eines Sonnenbrandes. Betroffene sollten ihre Haut schonen und nicht zusätzlich reizen, z. B. mechanisch oder chemisch durch aggressive Reinigungsmittel. Nach Therapieende klingen die Nebenwirkungen i. d. R. schnell ab, bleibende Veränderungen der Haut durch eine Bestrahlung sind heute selten geworden.

Als Langzeitwirkung kann es durch die erbgutschädigende Wirkung der Strahlentherapie zur Induktion einer erneuten Krebserkrankung kommen. Das Risiko, durch eine Strahlentherapie 10 bis 30 Jahre später erneut an Krebs zu erkranken, ist aber sehr gering.

Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden sogenannte Zytostatika verabreicht. Sie blockieren die Zellteilung. Dieser Effekt beschränkt sich aber nicht auf die Krebszellen, sondern trifft auch alle anderen Zellen des Körpers, die sich häufig teilen. Aus diesem Grund ist die Chemotherapie ein Verfahren, bei dem häufig bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Wie stark diese sind und wie sehr sie die jeweilige Person beeinträchtigen, hängt jedoch von individuellen Faktoren ab und kann sehr unterschiedlich sein.

Die Schleimhäute des Körpers sind aufgrund ihrer fortwährenden Zellerneuerung von einer Chemotherapie mit betroffen. Diese Nebenwirkung klingt nach Ende der Therapie schnell wieder ab. Betroffene klagen beispielsweise über ein wundes Gefühl im Mund sowie über Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen. Aber auch bestimmte Nebenwirkungen können heute behandelt werden. Werden sogenannte Antiemetika bereits vor Beginn der Chemotherapie verabreicht, lassen sich Übelkeit und Erbrechen oftmals unterdrücken.

Eine hoch dosierte Chemotherapie hat starke Auswirkungen auf das Knochenmark, welches sich aber nach Ende der Therapie innerhalb weniger Wochen weitestgehend erholt. Unterstützend können bestimmte Wachstumsfaktoren eingesetzt werden, die seine Regeneration beschleunigen.

Der Haarausfall bei einer Chemotherapie ist häufig unumgänglich und leider nicht medikamentös zu unterdrücken. Auch Haut und Nägel werden empfindlicher. Bis das Haar nachwächst, vergehen in der Regel 3 bis 6 Monate. Es ist also etwas Geduld gefragt, ein dauerhaftes Ausbleiben des Haarwuchses kommt aber nur sehr selten vor.

Eine Chemotherapie kann zudem Langzeitfolgen haben. Dies kann eine lang anhaltende Unfruchtbarkeit sein. Außerdem kann es durch die erbgutschädigende Wirkung erneut zu einer Induktion von Krebserkrankungen kommen. Dieses Risiko ist im Vergleich zum Nutzen der Therapie jedoch gering – denn ein unbehandelter Lungenkrebs schreitet fort und ist ohne Behandlung i. d. R. tödlich.

Zielgerichtete Therapien

Die meisten zielgerichteten Therapien haben im Vergleich zur Chemotherapie i. d. R. den Vorteil, nebenwirkungsärmer zu sein. Trotz ihrer systemischen Anwendung wirken sie verstärkt auf den Tumor und haben so weniger Auswirkungen auf das normale Gewebe als die Chemotherapie.

Lydia Köper

12.08.11

Nebenwirkungen
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