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Nebenwirkungen einer Schilddrüsenkrebs Therapie

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Nebenwirkungen von Therapien

Je nachdem, welche Therapieform zur Anwendung kommt und wie diese durchgeführt wird, kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Nicht jeder Mensch reagiert gleich empfindlich, sodass nicht jede Nebenwirkung bei jeder Person überhaupt auftreten muss und dies auch nicht mit der gleichen Intensität tut.

Nebenwirkungen der operativen Entfernung der Schilddrüse

Eine Entfernung der Schilddrüse birgt zunächst einmal die Risiken, die jeder operative Eingriff mit sich bringt. Zudem kann es bei dem Eingriff passieren, dass die Stimmbandnerven verletzt oder in ihrer Funktion gestört werden. Geschieht dies, kann es zu vorübergehenden oder auch dauerhaften Beschwerden beim Sprechen und einer Heiserkeit kommen. Erneute, korrigierende Operationen sind selten erforderlich, in den meisten Fällen kann durch eine Sprachtherapie beim Logopäden eine deutliche Besserung erzielt werden.

Die Radiojodtherapie

Eine der Nebenwirkungen, die bei einer Radiojodtherapie auftreten kann, ist eine geringe Speichelproduktion. Diese Nebenwirkung kann allerdings deutlich vermindert werden, wenn reichlich getrunken wird und der Speichelfluss durch das Kauen von Kaugummi oder das Lutschen von Bonbons angeregt wird. Allerdings kann schon ein geringfügig verminderter Speichelfluss das Risiko von Karies erhöhen. Aus diesem Grund sollte während einer Radiojodtherapie besonderes Augenmerk auf die Mundhygiene und die Zahnpflege gelegt werden.

Die Radiojodtherapie beinhaltet zudem einen Krankenhausaufenthalt, auf den die Betroffenen sich einstellen sollten. Dieser dauert zwischen zwei und fünf Tagen und erfolgt auf einer speziellen nuklearmedizinischen Station, die entsprechend den Anforderungen des Strahlenschutzes ausgestattet ist. Dorthin dürfen persönliche Gegenstände mitgenommen werden, die Patienten dürfen aber keinen Besuch empfangen.

Die externe Strahlentherapie

Dort wo die Strahlen bei einer externen Strahlentherapie von außen auf die Haut treffen, kann es zu einer Sofortreaktion kommen. Die Haut rötet sich und kann anschwellen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Nach Ende der Strahlentherapie klingt diese Nebenwirkung jedoch schnell wieder ab, bleibende Hautschäden kommen heute kaum noch vor. Dazu zählen geplatzte Äderchen, Pigmentflecken, hellere Stellen oder eine dauerhaft trockene Haut, die auf eine Störung der Talg- und Schweißdrüsen zurückzuführen ist. Treten Hautprobleme während einer Strahlentherapie auf, sollte die Haut möglichst geschont werden. Es sollten keine parfümierten Produkte im betroffenen Bereich verwendet werden, ebenso kein Alkohol oder Äther. Mechanische Reize, zum Beispiel durch Frottieren nach dem Duschen oder auch das Tragen eng anliegender oder scheuernder Kleidungsstücke sollte ebenfalls vermieden werden.

Weitere Sofortreaktionen, die bei Bestrahlungen im Halsbereich auftreten können, sind eine Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Sie können unter Umständen medikamentös behandelt werden und verschwinden in der Regel einige Zeit nach Ende der Therapie wieder.

Das Auftreten von dauerhaften Auswirkungen im bestrahlten Bereich ist dank einer Verbesserung der Bestrahlungstechnik in den letzten Jahren selten geworden. Zu solchen Nebenwirkungen zählen Verhärtungen der Halsweichteile und Entzündungen des Kehlkopfknorpels. Als Langzeitwirkung kann es zudem durch die erbgutschädigende Wirkung der Strahlentherapie zur Induktion einer erneuten Krebserkrankung kommen. Das Risiko, durch eine Strahlentherapie 10 bis 30 Jahre später erneut an Krebs zu erkranken, ist allerdings sehr gering. Und es steht in keinem Vergleich zu den Chancen, die die Behandlung bietet. Denn ohne Therapie ist eine Krebserkrankung, so auch der Schilddrüsenkrebs, i. d. R. tödlich.

Lydia Köper

31.08.11

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