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Begleiterkrankungen von Nierenkrebs

Auch eine Lungenentzündung gehört zu den Begleiterkrankungen eines Nierenkrebses

Marcin Balcerzak/Shutterstock

Im Verlauf der Erkrankung kann es bei einem Nierenkrebs zu Komplikationen kommen. Funktionelle Störungen der Niere treten bei einer organerhaltenden Operation selten auf. Auch die radikale Nephrektomie, also die Entfernung der betroffenen Niere, ist i. d. R. ohne merkliche gesundheitliche Konsequenzen, da die gesunde Niere weiterhin die verschiedenen Aufgaben erfüllt und für die entfernte Niere mit übernimmt. Problematisch wird es dann, wenn auch die zweite Niere befallen oder aufgrund einer anderen Krankheit in ihrer Funktion gestört ist. Beidseitige Nierentumore sind im Übrigen äußerst selten. Dennoch gibt es eine Reihe weiterer Erkrankungen, die durch den Nierenkrebs an sich oder die Therapie hervorgerufen werden können, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Organ Niere stehen.

Organobstruktionen und Infektionen

Liegen große Nierentumoren vor, so kann es passieren, dass sie den normalen Urinfluss behindern. Im Körper stauen sich dann Flüssigkeiten auf, die über Schmerzen und Infektionen bis zum Organversagen führen können. Mithilfe der bildgebenden Verfahren kann jedoch ein Katheter an die betroffene Stelle eingeführt und die aufgestaute Flüssigkeit abgelassen werden.

Bildung von Blutgerinnseln

In Folge der Ausbreitung und Bildung von Metastasen des Nierenkrebses und auch bestimmter therapeutischer Verfahren kann es zur Bildung von Blutgerinnseln kommen. In Herz, Lunge und Hirn können sie lebensgefährlich sein – wenn eine sogenannte Embolie entsteht. Davon spricht man, wenn sich ein Blutgerinnsel ablöst und anschließend ein Gefäß verstopft. Dies passiert meistens im Herzen, in der Lunge oder im Hirn, da sich dort besonders kleine und enge Blutgefäße befinden. Es gibt jedoch zwei Verfahren, mit denen das Risiko einer Embolie reduziert werden kann. Dies ist zum einen die intraarterielle Thrombolyse und zum anderen das Einsetzten eines Filters. Bei der intraarteriellen Thrombolyse wird ein Katheter an die Stelle geführt, an der sich ein Blutgerinnsel gebildet hat. Anschließend wird ein Mittel injiziert, welches es auflöst. Das Einsetzen eines Filters wird vorwiegend angewendet, wenn die Beingefäße betroffen sind. In die Hohlvene wird ein Filter eingebracht, der sich lösende Gerinnsel aus dem Bein noch vor dem Herzen abfängt.

Schmerzen

Leidet ein Patient an Schmerzen, so ist ihre Linderung einer der wichtigsten Aspekte der Krebsbehandlung. Schmerzen vermindern die Lebensqualität und können zudem die Toleranzschwelle für therapeutische Mittel senken. Bei vielen Patienten sind Schmerzen eine Folge der Ausbreitung des Tumors auf andere Gewebe – also einer Metastasierung. Schmerzhafte Folge des Nierenkrebses können Knochenmetastasen sein. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Transkatheterembolisation. Dabei injiziert ein interventioneller Radiologe sandkorngroße Partikel durch einen Katheter in die Arterie, die den Tumor mit Blut versorgt. Diese verursachen ein Gerinnsel im Blutgefäß, wodurch die Blutzufuhr zum Tumor unterbunden wird. Als Folge daraus verspürt der Patient weniger Schmerzen und es vermindert sich das Risiko einer Knochenfraktur.

Lungenentzündung

Auch eine Lungenentzündung gehört zu den Begleiterkrankungen eines Nierenkrebses. Diese entsteht vorwiegend als Nebenwirkung bestimmter Therapieformen wie einer mTOR-Inhibierung. Die Ursache dafür liegt in der Tatsache begründet, dass mTOR-Inhibitoren Auswirkungen auf das Immunsystem haben und dieses in seiner Funktion einschränken. In der Folge können daher u. U. verstärkt Infektionen auftreten.

Lydia Köper

15.07.11

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