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Prävention von Nierenkrebs

Sport kann das Risiko einer Krebserkrankung senken

Galina Barskaya/Shutterstock

Die Ursachen, weshalb ein Nierenkrebs entsteht, sind noch nicht abschließend erforscht. Dennoch gibt es gerade in Bezug auf den Nierenkrebs Risikofaktoren, die seine Entstehung begünstigen können. Entsprechend können zur Prävention, also zur Vermeidung einer Krebsentstehung, diese Faktoren gemieden werden. Eine Garantie gibt es allerdings nicht – wer Risikofaktoren meidet, der senkt sein persönliches Risiko, an einem Nierenkrebs zu erkranken, ausschließen lässt sich eine spätere Erkrankung aber dennoch nicht.

Rauchen

Etwa 30 % der Nierenkrebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Es ist seit Langem bekannt, dass in Tabakrauch viele krebserregende (karzinogene) Stoffe enthalten sind. Wer sich diesen Stoffen über einen langen Zeitraum aussetzt, der schadet damit nicht nur seinen Atemwegen, sondern auch seiner Niere. Die karzinogenen Substanzen werden über die Atemwege ins Blut aufgenommen. Wie schnell sie abgebaut werden, hängt sowohl von individuellen Faktoren als auch der jeweiligen Substanz ab. Verbleibt die Substanz im Blut, so wird sie zur Niere transportiert und dort aus dem Blut herausgefiltert. Aus diesem Grund erfährt neben den Atemwegen auch die Niere verstärkten Kontakt mit karzinogenen Substanzen, die über Tabakrauch eingeatmet werden. Raucher haben gegenüber Nichtrauchern ein zweifach erhöhtes Risiko, an einem Nierenzellkarzinom zu erkranken. Wer als Raucher sein Erkrankungsrisiko gering halten möchte, der sollte daher dringend mit dem Tabakkonsum aufhören.

Ernährung und Gewicht

Bei der Entstehung von Nierenkrebs wird die Ernährung als ein weiterer Risikofaktor angesehen. Es wird angenommen, dass insbesondere eine fettreiche Ernährung den Nierenkrebs begünstigt. Aus diesem Grund ist Übergewicht unbedingt zu vermeiden, wenn einem Nierenkrebs erfolgreich vorgebeugt werden soll. Dies gilt vor allem für Frauen, da es möglicherweise durch das Übergewicht auftretende hormonelle Schwankungen sind, die den Tumor auslösen. Generell gilt für die Ernährung, dass sie ausgewogen sein sollte, um den Körper gesund zu erhalten. Und dies gilt nicht nur für den Nierenkrebs, sondern vor allem für Herz-Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen im Allgemeinen.

Chemische, physikalische, virale und hormonelle Faktoren

In verschiedenen Experimenten konnte ein Nierenkrebs durch chemische, physikalische, virale und hormonelle Faktoren ausgelöst werden. Inwieweit dies jedoch die reale Situation widerspiegelt, ist fraglich und bisher nicht genau untersucht. Fakt ist jedoch, das bestimmte schädliche äußere Einflüsse vorhanden sein müssen, da der Nierenkrebs in Industrieländern deutlich häufiger vorkommt als in Entwicklungsländern. Welche Faktoren dies genau sind, ist nicht bekannt. In Verdacht, das Krebsrisiko zu steigern, stehen der häufige Umgang mit Asbest, Blei, Kadmium und aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Weitere Faktoren

Auch ein Schmerzmittelmissbrauch, also eine übermäßige Einnahme schmerzstillender Medikamente, steht in Verdacht, das Erkrankungsrisiko für Nierenkrebs zu erhöhen. Weiteren Einfluss scheinen der Flüssigkeitshaushalt und der Alkoholkonsum zu haben. Wer wenig trinkt und überdurchschnittlich oft Alkohol konsumiert, der weist ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für Nierenkrebs auf.

Wer also sein persönliches Risiko, an einem Nierenkrebs zu erkranken, senken oder möglichst gering halten möchte, der sollte sich gesund ernähren, nicht rauchen, nicht übermäßig viel Alkohol trinken, keinen Schmerzmittelmissbrauch betreiben und sich möglichst wenig krebsauslösenden Substanzen aussetzen.

Lydia Köper

15.07.11

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