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Symptome von Nierenkrebs

Nierenkrebse verursacht in frühen Stadien kaum Symptome

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Wie bei allen Krebsarten so spielt auch beim Nierenkrebs die Früherkennung eine wichtige Rolle. Denn nur wenn der Krebs rechtzeitig diagnostiziert wird und noch nicht gestreut hat, bestehen sehr gute Heilungschancen. Befinden sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) im Körper, so ist eine Heilung oft nicht mehr möglich. In einem solchen Fall kann durch medizinische Maßnahmen nur noch versucht werden, den Betroffenen eine Linderung zu verschaffen.

Ein Problem bei der Früherkennung des Nierenkrebses ist, dass er in frühen Stadien kaum Symptome verursacht. Die Betroffenen bemerken ihre Krankheit also zunächst nicht. Um dennoch eine Chance zu haben, den Krebs rechtzeitig zu erkennen, ist es wichtig, seine Symptome zu kennen und genau auf den eigenen Körper zu hören und zu achten. Treten Veränderungen auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache dafür abklären zu lassen.

Beschwerden

Beschwerden, die durch einen Nierenkrebs auftreten können und die Betroffenen häufig auch dazu veranlassen, einen Arzt aufzusuchen, sind Schmerzen in der Flanke, eine tastbare Geschwulst, Blut im Urin, Koliken, Blutarmut, Fieber und Gewichtsverlust. Problem dieser Symptome ist, dass sie vorwiegend bei fortgeschrittenen Tumorstadien auftreten. Außerdem müssen sie nicht zwingend vorhanden sein – nur bei 5 % bis 32 % aller Patienten werden die beschriebenen Symptome beobachtet. Und selbst wenn sich Symptome äußern, verweigern viele Menschen aus Angst vor einer schlimmen Diagnose den Arztbesuch. Dabei macht ein Hinauszögern, sollte es sich wirklich um einen Nierenkrebs handeln, alles nur schlimmer, weil die Heilungschancen dadurch sinken. Ein Arztbesuch ist zwingend notwendig, wenn sich folgende Symptome äußern:

  • eine rötliche bis bräunliche Verfärbung des Urins, die durch Blut verursacht ist
  • scheinbar grundlos auftretende Schmerzen im Flankenbereich
  • allgemeine Beschwerden wie Koliken, Gewichtsverlust, Fieber, Blutarmut, Abgeschlagenheit, Darmbeschwerden, hoher oder niedriger Blutdruck

Liegen bereits Metastasen vor, können diese je nach Größe und befallenem Organ weitere Beschwerden hervorrufen. Typisch für Knochenmetastasen ist beispielsweise das Auftreten starker Schmerzen.

Das Blutbild

Über das Blutbild ist ein Nierenkrebs kaum zu diagnostizieren. Die Erkrankung kann unspezifische Veränderungen in fast allen Werten verursachen, die somit ebenso gut auch durch andere Krankheiten hervorgerufen sein könnten. Ein spezifischer Tumormarker, der Hinweis auf das Vorliegen eines Nierenkrebses gibt, existiert bis heute nicht.

Gelegentlich wird ein Nierenkrebs aber durch die veränderten Blutwerte entdeckt. Dabei ist das Ergebnis nicht unmittelbar eindeutig, sondern es wird ein Verdacht erhoben, der durch weitere Untersuchungen dann bestätigt oder widerlegt werden muss. Ein Verdacht auf einen Nierenkrebs kann entstehen, wenn Leberwerte, der Blut-Eiweiß-Gehalt, die Werte knochen-spezifischer Enzyme oder bestimmter Hormone verändert sind. Zu den betroffenen Hormonen zählen unter anderem Insulin, Renin, ACTH, Parathormon, Gonadotropine und Erythropoetin.

Ultraschalluntersuchung

In manchen Fällen wird ein Nierentumor zufällig in einem frühen Stadium entdeckt – nämlich bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, die aus anderen Gründen erfolgt. Wer durch einen zufälligen Befund plötzlich einen Verdacht auf Nierenkrebs hat, der wird zunächst geschockt sein. Der Verdacht muss sich aber nicht bewahrheiten, da auch andere Erkrankungen wie gutartige Tumoren diesen auslösen können. Und wenn es doch tatsächlich ein Nierenkrebs sein sollte, so steigert die zufällige und damit frühzeitige Entdeckung die Heilungschancen.

Lydia Köper

15.07.11

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