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Wozu dient eine PET?

PET steht für Positronen-Emissions-Tomografie.

Konstantin Sutyagin/Shutterstock

PET ist eine Abkürzung, die für Positronen-Emissions-Tomografie steht. Dabei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, genauer um eine spezielle Variante der Emissionstomografie.

Wie funktioniert eine PET?

Eine PET funktioniert nach dem Prinzip der Szintigrafie. Bei der PET werden radioaktiv markierte Stoffe in den Körper eingebracht und anschließend sichtbar gemacht. Zu Beginn einer PET-Untersuchung wird dem Patienten ein Radiopharmakon verabreicht. Dies geschieht in den meisten Fällen durch Injektion in die Armvene. Die in der PET verwendeten Radiopharmaka emittieren ß-Strahlung. Treten ß-Strahlen mit Elektronen im Körper des Patienten in Wechselwirkung, werden zwei Photonen in genau entgegengesetzte Richtungen ausgesendet. Diese werden bei der PET durch ringförmig um den Patienten angeordnete Detektoren erfasst. Das Messprinzip der PET beruht auf der Aufzeichnung zeitgleich auftreffender Photonen an gegenüberliegenden Detektoren. Anhand ihrer zeitlichen und räumlichen Verteilung kann auf die Verteilung des Radiopharmakons im Körper geschlossen werden. Diese Verteilung wiederum unterscheidet sich bei den verschiedenen Geweben, da sie von der Stoffwechselaktivität abhängt.

Radiopharmaka

Mit einer PET wird die Stoffwechselaktivität eines Gewebes bestimmt. Daher werden als radioaktive Substanzen, sogenannte radioaktive Tracer, Verbindungen eingesetzt, die natürlich im Körper vorkommenden Substanzen ähneln, die in den Stoffwechsel gelangen. Der am häufigsten bei der PET eingesetzte Tracer ist FDG (18-Fluordesoxyglukose), ein mit radioaktivem Fluor markiertes Traubenzuckermolekül. Soll der Eiweiß- oder Fettstoffwechsel eines Gewebes untersucht werden, wird entsprechend radioaktiv markiertes Eiweiß oder Fett verwendet. Wird nun beispielsweise dem Patienten FDG gespritzt, so reichert es sich als zuckerähnliches Molekül in den Geweben an, die am meisten Zucker benötigen und verbrauchen. Grund dafür ist, dass das FDG von den Zellen genau wie echter Traubenzucker aufgenommen wird, aber nicht vom Stoffwechsel umgesetzt werden kann. Die Anreicherung im Gewebe lässt sich dann durch die Entstehung von Photonen messen und von einem Computer in ein Bild umsetzen. Dies sind rekonstruierte Schnittbilder des Körpers, die sich aber auch vom Computer in Längsschnitte oder dreidimensionale Bilder umrechnen lassen und entsprechend dargestellt werden.

Anwendungen der PET

Das wichtigste Einsatzgebiet der PET ist die Krebsdiagnostik. Die PET kann Tumoren und Metastasen aufspüren, da sich diese in ihrer Stoffwechselaktivität von gesundem Gewebe unterscheiden. Auch ein Staging, also eine Bestimmung des Tumorstadiums, ist mittels PET möglich. Zudem wird die PET in der Neurologie angewendet, um Demenzen wie Alzheimer oder die Pick-Krankheit frühzeitig zu erkennen. Dabei werden, ähnlich wie bei der Suche nach Tumoren, bestimmte Stoffwechselvorgänge bestimmt. Insbesondere bei Alzheimer ist bekannt, dass die Stoffwechselaktivität bestimmter Hirnareale abnimmt, bevor die ersten Symptome auftreten. Auch die Kardiologie setzt die PET ein, um schlecht durchblutete Gebiete des Herzens darzustellen. Die Methode ermöglicht eine gute Differenzierung, z. B. zwischen einem Infarkt und einer Minderdurchblutung.

Ablauf einer PET

Der Patient erhält vor Beginn der eigentlichen PET-Untersuchung den radioaktiven Tracer, der i. d. R. intravenös oder per Inhalation verabreicht wird. Darauf folgt eine Ruhephase, die notwendig ist, damit der Tracer im Körper verteilt wird. Wird FDG verwendet, sollte der Patient nüchtern zur Untersuchung erscheinen. Während der eigentlichen Messung ist es zwingend erforderlich, dass der Patient ruhig liegt. Er sollte zudem nicht frieren, da dies eine Erhöhung des Stoffwechsels in der Muskulatur und damit auch eine Anreicherung des Tracers dort bewirken würde.

Für die eigentliche Untersuchung wird der Patient so auf einer beweglichen Liege im Tomografen positioniert, dass der zu untersuchende Körperabschnitt im Sichtbereich der Detektoren liegt. Soll ein größerer Körperabschnitt untersucht werden, muss entsprechend in verschiedenen Positionen gescannt werden. Für eine Ganzkörperaufnahme sind 8 bis 12 verschiedene Positionen erforderlich. Eine Aufnahme in einer Position dauert etwa zwei bis vier Minuten.

Lydia Köper

27.01.12

PET
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