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Arten der PET

Li Wa/Shutterstock

Aus der PET, die zunächst entwickelt und etabliert wurde, entstanden weitere Formen. Diese beziehen sich meist auf eine gleichzeitige Abbildung der anatomischen Strukturen, die eine genauere Zuordnung der stoffwechselaktiven Bereiche ermöglicht. Denn die PET an sich ist bei der richtigen Fragestellung ein hochsensitives Verfahren, das durch die Möglichkeit der anatomischen Zuordnung der Gebiete weiter verbessert werden kann.

Die PET/CT

Die PET/CT ist eine Verbindung aus PET und CT. Dadurch können die aufgezeichneten stoffwechselaktiven Bereiche der PET durch die ebenfalls durchgeführte CT genau anatomischen Strukturen zugeordnet werden. So werden in der PET/CT die hohe Ortsauflösung und die Anatomiedarstellung der CT mit der hochsensitiven Stoffwechselinformation der PET kombiniert.

Geräte, die eine PET und eine CT kombinieren, sind seit etwa 2001 auf dem Markt. Seit dem Jahr 2004 sind meist reine PET-Geräte vom Neugerätemarkt verdrängt worden, da die Kombination der beiden Verfahren überlegen war. Nach wie vor sind einige PET-Geräte im Einsatz. Um auch mit diesen Geräten die Vorteile einer Kombination mit einer CT nutzen zu können, wurde eine spezielle Software entwickelt. So können erstellte PET- und CT-Bilder durch eine sogenannte Soft-Fusion bzw. Koregistrierung überlagert werden. Dies geschieht anhand bestimmter Referenzpunkte wie Knochenstrukturen oder aber anhand externer Positionsdaten. Die Methode der nachträglichen Fusion von PET- und CT-Daten weist jedoch Nachteile gegenüber den kombinierten Messgeräten auf, weil das zur Bildfusion verwendete CT-Bild nicht zur Rekonstruktion der PET-Daten verwendet wurde. Dies resultiert meist in einer schlechteren Bildqualität.

Bildfusion der PET

Die nachträgliche Bildfusion der PET-Daten ist nicht nur mit CT-Daten möglich. Auch für Aufnahmen, die im Rahmen einer MRT gemacht wurden, besteht diese Option. Fusionierte PET/MRT-Bilder werden beispielsweise in der Strahlentherapie eingesetzt.

Kombinationsgeräte aus PET und MRT

An der Kombination von PET und MRT in einem Gerät wird seit Längerem gearbeitet, sodass für die nahe Zukunft entsprechende Geräte als diagnostische Methode im klinischen Einsatz zu erwarten sind. Erste Geräte befinden sich im Einsatz. Sie werden u. a. für die Hirndiagnostik verwendet. Neben diesen Geräten wurden bereits Kombinationsgeräte entwickelt, die auch eine Ganzkörperuntersuchung ermöglichen. Ein solches Gerät besteht aus den beiden verschiedenen Tomografen, die im Abstand von etwa 3 Metern montiert sind. Sie nutzen eine gemeinsame Patientenliege, die den Patienten dann sukzessiv in beiden Tomografen positioniert. Vorteil eines solchen Kombinationsgerätes ist es, dass keine Repositionierung des Patienten erfolgen muss.

Bisher ist wenig darüber bekannt, wo die Chancen und Grenzen einer solchen kombinierten PET/MRT liegen. Dies muss in den nächsten Jahren durch zunehmende Erfahrung mit den Geräten untersucht werden. Auch an der Möglichkeit einer zeitgleichen Messung von PET und MRT wird gearbeitet. Dies gestaltet sich zzt. schwierig, da die normalerweise in der PET verwendeten Photodetektoren im Magnetfeld der MRT nicht einzusetzen sind. Eine andere Form von Detektoren, sogenannte Avalanche-Photodioden, können aber verwendet werden. Generell bleibt abzuwarten, wie groß die Vorteile einer direkten Kombination der zwei Verfahren sind. Die Kombination aus PET und CT brachte deutliche Verbesserungen sowohl bezüglich der Bildqualität der PET als auch der überlagerten Bilder. Zudem wurde die Gesamtaufnahmezeit deutlich verkürzt. Die Aufnahmen einer MRT hingegen dauern länger als die einer CT. Ganzkörperaufnahmen, die mit einer PET/CT durchgeführt werden, erscheinen daher wenig praktikabel. Es ist zu erwarten, dass das Hauptanwendungsfeld wahrscheinlich im Bereich der Neurologie liegen wird, da dort die PET/MRT das überlegene Verfahren sein dürfte.

Lydia Köper

27.01.12

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