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Perücken als wichtiges Hilfsmittel in der Krebstherapie

Lisa F. Young/Shutterstock

Umgang mit einer Perücke

Chemotherapien zielen darauf ab, sich schnell teilende Zellen anzugreifen und zu zerstören. Leider sind sie durch diesen Ansatzpunkt nicht krebsspezifisch, sondern treffen generell alle Zellen des Körpers, die sich häufig teilen – und damit auch die Haare. Eine der Nebenwirkungen einer Chemotherapie ist es deshalb, dass die Haare, meistens innerhalb von 1 bis 4 Wochen, komplett ausfallen.

Es ist anzunehmen, dass bei den meisten Betroffenen ein anagenes Effluviums (Haarausfall in der Wachstumsphase) auftritt. Das anagene Effluvium zeichnet sich dadurch aus, dass die Haarfollikel nicht zerstört werden. Somit wachsen die Haare nach Ende der Chemotherapie wieder nach. Der Zeitraum von der letzten Behandlung bis zum Einsetzen des Wachstums liegt bei etwa 2 bis 4 Wochen.

Der Haarausfall ist das deutlichste äußerliche Kennzeichen der Chemotherapie. Viele Menschen fühlen sich ohne ihr Haar nicht wohl und möchten auch nicht unmittelbar als krebskrank erkannt werden. Aus diesem Grund werden häufig Perücken zur Überbrückung der haarlosen und haarreduzierten Zeit benutzt.

Vor Beginn der Chemotherapie

Wer sich einer Chemotherapie aussetzen muss und das Tragen einer Perücke in Erwägung zieht, sollte sich rechtzeitig um die Anfertigung des Haarteils kümmern. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei in der Regel nur einen Teil der Kosten, es muss also zugezahlt werden. Üblicherweise liegen die Zahlungen zwischen ca. 165 und ca. 500 Euro,
die kompletten Kosten werden nur in besonderen Fällen übernommen. Um ein optimales Ergebnis – unabhängig vom Modell, für das sich schließlich entschieden wird – erzielen zu können, sollte der Hersteller der Perücke seinen Kunden vor Beginn des Haarausfalls kennen lernen, um sich ein genaues Bild von der Frisur zu verschaffen. Nur so kann die Perücke sehr genau an das bisherige Aussehen angepasst werden und das Tragen einer Perücke wird im Idealfall auch von den Menschen des direkten Umfelds überhaupt nicht bemerkt.

Lydia Köper –

21.07.11

Perücken
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