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Die Prävention von Lungenkrebs

Die beste Prävention von Lungenkrebs ist nicht zu Rauchen.

sherrie smith/Shutterstock

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten eindeutig belegen, dass es eine Hauptursache für die Entstehung von Lungenkrebs gibt – das Rauchen. Wer also einem Lungenkrebs möglichst effektiv vorbeugen möchte, kann dies tun, indem er nicht raucht. Wer bereits Raucher ist, kann durch ein Einstellen des Tabakkonsums sein persönliches Erkrankungsrisiko deutlich reduzieren. Dennoch gibt es keine Garantie und keine mit Sicherheit wirkende Prävention. Auch Nichtraucher können an Lungenkrebs erkranken, wenn dies auch vergleichsweise selten vorkommt.

Rauchen

Weltweit sterben jährlich etwa 4 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens, etwa ein Viertel davon an Lungenkrebs. Bisher ist der Lungenkrebs bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen, die Zahl der Fälle beim weiblichen Geschlecht nähert sich aber zunehmend an die des männlichen Geschlechts an. Bei Männern ist der Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache, bei Frauen steht er an dritter Stelle hinter dem Darm- und dem Brustkrebs. Das zunehmende Angleichen der Lungenkrebsfälle und auch der Todesfälle wird als eine Folge des zunehmenden Rauchens von Frauen betrachtet. Etwa 85 % der Menschen, die an einem Lungenkrebs sterben, waren Raucher – andere Faktoren spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Problematik des Rauchens bezieht sich nicht nur auf den Lungenkrebs. Auch für andere Krebserkrankungen ist das Risiko von Rauchern erhöht, z. B. für Bauchspeicheldrüsenkrebs, Nierenkrebs und Blasenkrebs. Leukämien und der Gebärmutterhalskrebs werden ebenfalls mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Insbesondere in Bezug auf Lungenkrebs entstehen zusätzliche Probleme aufgrund weiterer Erkrankungen. 80 % bis 90 % der chronischen Atemwegserkrankungen und 25 % bis 45 % der Erkrankungen der Herzkranzgefäße sind auf das Rauchen zurückzuführen. Leiden Menschen zusätzlich an solchen Krankheiten, sind die Behandlungsmöglichkeiten eines Lungenkrebses stark eingeschränkt.

Beeinflussung des Lungenkrebsrisikos

Das Risiko, irgendwann im Laufe des Lebens an einem Lungenkrebs zu erkranken, nimmt zu, je mehr Zigaretten pro Tag geraucht werden. Auch die Dauer des Rauchens spielt eine Rolle – je früher im Leben damit begonnen und je länger geraucht wurde, desto größer das Lungenkrebsrisiko. Das erhöhte Lungenkrebsrisiko eines Rauchers lässt sich allerdings auch wieder senken. Durch ein Aufhören mit dem Rauchen nimmt es ab. Nach 5 rauchfreien Jahren ist es bereits um 60 % gesunken, nach 15 bis 20 Jahren liegt es nur noch 10 % über dem Risiko eines Menschen, der nie geraucht hat.

Krebserregende Substanzen im Zigarettenrauch

Das erhöhte Risiko für Lungenkrebs und auch für andere Krebserkrankungen bei Rauchern resultiert aus einer Vielzahl krebserregender Substanzen, sogenannter Kanzerogene, die im Zigarettenrauch enthalten sind. Identifiziert werden konnten etwa 50 verschiedene Inhaltsstoffe, die nachweislich das Krebsrisiko verstärken. Dies erklärt aber dennoch nicht, warum manche Menschen über viele Jahre hinweg rauchen, ohne zu erkranken, während andere Menschen deutlich weniger Zigaretten in ihrem Leben geraucht haben und an einem Lungenkrebs leiden. Der Grund dafür scheint in der Genetik zu liegen. Die Abbauwege bestimmter kanzerogener Substanzen im Körper scheinen nicht immer identisch zu sein bzw. unterschiedlich schnell abzulaufen, was die auftretenden Unterschiede von Mensch zu Mensch erklärt. So verweilen u. U. bei einem Menschen, der viel raucht, die kanzerogenen Substanzen dennoch kürzer im Körper als bei jemandem, der deutlich weniger raucht. Das tatsächliche persönliche Erkrankungsrisiko ist aufgrund solcher Varianzen nicht zu beziffern.

Lydia Köper

12.08.11

Prävention
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