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Prävention von Leberkrebs

Nach einer Infektion mit Hepatitis B oder C gilt Alkohol als der größte Risikofaktor eines Leberkrebses in den westlichen Ländern.

Patric Schmid/Shutterstock

Prävention

Sind bestimmte Risikofaktoren für die Entstehung einer Krebserkrankung bekannt, kann das persönliche Erkrankungsrisiko beeinflusst werden. Die Faktoren, die die Entstehung der Krankheit begünstigen, können vermieden werden. Beim Leberkrebs sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, sodass eine Krebsprävention möglich ist. Eine Garantie dafür, dass ein bestimmter Krebs einen nicht trifft, gibt es aber dennoch nicht. Denn auch erblich bedingte und individuelle Faktoren spielen eine Rolle bei der Entstehung von Krebs.

Hepatitis B

Eine Infektion mit Hepatitis B ist eine der Hauptursachen eines Leberkrebses. Es gibt Möglichkeiten, einer solchen Infektion und damit auch der Krebsentstehung vorzubeugen – eine Impfung. Seit einigen Jahren werden Kinder routinemäßig im Rahmen des normalen Impfprogramms gegen Hepatitis B geimpft. Auch besonders gefährdete Erwachsene können sich impfen lassen. Medizinischem Personal, Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern und Drogenabhängigen wird eine Impfung empfohlen.

Hepatitis C

Auch eine Infektion mit Hepatitis C steigert das Risiko, an einem Leberkrebs zu erkranken. Im Gegensatz zur Hepatitis B-Infektion ist es allerdings nicht möglich, sich gegen eine Hepatitis C-Infektion impfen zu lassen. Schützen kann man sich also nur, indem man eine Übertragung verhindert. Hepatitis C wird über den Blutweg übertragen, wobei Blutkonserven seit 1991 sorgfältig überprüft werden. Besonders gefährdet sind Drogenabhängige, die Spritzen gemeinsam verwenden. Zudem ist eine Ansteckung durch Geschlechtsverkehr möglich.

Alkohol

Nach einer Infektion mit Hepatitis B oder C gilt Alkohol als der größte Risikofaktor eines Leberkrebses in den westlichen Ländern. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein täglicher Alkoholkonsum von 10 bis 20 Gramm als moderat einzustufen, wobei 1 bis 3 alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten. Um die Leber zu schädigen und damit das Leberkrebsrisiko zu erhöhen, reicht bei Männern eine Menge von 40 bis 60 Gramm Alkohol pro Tag aus. Frauen sind empfindlicher und gefährden die Gesundheit ihrer Leber schon ab einem Konsum von 20 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag. Dies entspricht einem Viertelliter Wein.

Ernährung

Ein weiterer Risikofaktor ist die Ernährung. In diesem Bereich ist als erstes das Schimmelpilzgift Aflatoxin zu nennen, das in verunreinigter Nahrung enthalten sein kann. Dieser Faktor trifft aber vorwiegend Länder mit feucht-warmem Klima und spielt in Deutschland eine eher untergeordnete Rolle.

Auch wenn die Leber als Organ des Verdauungstrakts zu zählen ist, so gibt es keine speziellen Nahrungsbestandteile oder Diäten, die die Entstehung eines Leberkrebses begünstigen oder verhindern. Allerdings erhöhen eine Adipositas (Fettsucht) und ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) das Erkrankungsrisiko.

Medikamente

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann das Risiko eines Leberkrebses erhöhen. Dies betrifft vorwiegend die Einnahme von Sexualhormonen wie z. B. Verhütungsmitteln (orale Kontrazeptiva). Bei den heutzutage sehr niedrigen eingesetzten Dosen besteht aber maximal ein leicht erhöhtes Risiko, sodass ohne das Vorhandensein weiterer Faktoren nicht von einer krebsbegünstigenden Wirkung auszugehen ist. Besteht jedoch eine Hepatitis B oder C-Infektion, wird von der Einnahme oraler Kontrazeptiva abgeraten. Zudem gibt es weitere Medikamente, die über die Leber abgebaut werden und im Falle einer Leberschädigung nur in sehr niedrigen Dosen oder gar nicht verabreicht werden dürfen.

Lydia Köper

07.10.11

Prävention
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