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Einschränkungen bei Prostatakrebs

Eine der häufigen Nebenwirkungen einer Therapie von Prostatakrebs ist die sogenannte Fatigue.

Suzanne Tucker/Shutterstock

Eine Prostatakrebserkrankung bedeutet in den meisten Fällen eine große Einschränkung, sowohl körperlich als auch psychisch. Der Umgang mit einem solch schweren Schicksalsschlag wie einer Prostatakrebsdiagnose ist meist nicht leicht, und auch die anstehenden therapeutischen Maßnahmen bei Prostatakrebs sind meist nicht ohne Auswirkung.

Fatigue bei Prostatakrebs

Eine der häufigen Nebenwirkungen einer Therapie von Prostatakrebs ist die sogenannte Fatigue. Dabei handelt es sich um eine quälende Müdigkeit, die den normalen Tagesablauf stark belastet. Sie wird oft durch eine Chemotherapie auch bei Prostatakrebs ausgelöst. Das Problematische bei einer Fatigue ist, dass sie im Gegensatz zu einer Müdigkeit nach einer großen körperlichen oder geistigen Anstrengung nicht durch viel Schlaf ausgeglichen werden kann. Das Fatigue-Syndrom kann sehr unterschiedlich lange andauern – von Wochen bis Monaten. Auch stellt es sich mit Beendigung der Prostatakrebstherapie oftmals nicht sofort ein. Die Fatigue wird in der Regel irgendwann vergehen, aber bis sie das tut, kann einiges an Zeit erforderlich sein. In den meisten Fällen beeinträchtigt eine Fatigue die Lebensqualität der von Prostatakrebs Betroffenen sehr. Durch die Fatigue können alltägliche Kleinigkeiten plötzlich zu unüberwindbaren Aufgaben werden.

Sexualleben bei Prostatakrebs

Durch die Therapie eines Prostatakrebses kann das Sexualleben der Betroffenen und damit auch ihrer Lebensgefährten stark beeinflusst werden. So kann sowohl die Ejakulationsfähigkeit als auch die Erektionsfähigkeit des Mannes zeitweise oder dauerhaft eingeschränkt sein. Nach Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs ist der Orgasmus des Mannes meist trocken, wenn keine Samenflüssigkeit mehr produziert werden kann. Zu einer dauerhaften Erektionsstörung kann es kommen, wenn bei einer Tumorentfernung die sehr dicht an der Prostata verlaufenden Nerven nicht erhalten werden können. Eine nervenerhaltende Operation kann durchgeführt werden, wenn der Tumor sehr klein ist – oder mit anderen Worten, der Krebs frühzeitig diagnostiziert wurde. Sicherlich sind Einschränkungen im Sexualleben ein sehr schwieriges Thema, aber da sie beide Seiten einer Partnerschaft betreffen, sollte dies möglichst mit der Partnerin besprochen werden. Vermutlich wird es einige Zeit dauern, bis beide Partner ihre Scheu und möglicherweise auch vorhandene Scham überwunden haben. Sollte es nicht gelingen, einen offenen Umgang mit dem Thema zu finden, kann gemeinsam Hilfe in Anspruch genommen werden, zum Beispiel von einer Paarberatung oder einem Psychoonkologen.

Inkontinenz nach Prostatakrebs

Neben dem Auftreten von Erektionsstörungen ist es die Inkontinenz, die bei einem Prostatakrebs die Lebensqualität stark einschränken kann. Durch einen operativen Eingriff an der Prostata kann der Schließmuskel der Blase geschwächt werden, sodass die Betroffenen den Urin nicht mehr halten können. In den meisten Fällen ist dieses Problem von vorübergehender Dauer. Bei ca. 5 % der Patienten tritt eine dauerhafte Harninkontinenz auf. Die Inkontinenz ist auch ein Thema bei Prostatakrebs, welches unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte – vor Beginn der Prostatakrebstherapie und auch bei den Nachsorgeuntersuchungen. Durch eine entsprechende Behandlung kann bei der Inkontinenz bei Prostatakrebs viel bewirkt werden. Aus Scham die eigenen Probleme nicht anzusprechen, ist oft ein falscher Weg. Hilfe kann den Menschen geleistet werden, die zu den Folgen einer operativen Entfernung der Prostata stehen und dem behandelnden Arzt gegenüber offen damit umgehen. Auch wenn die Inkontinenz dauerhaft besteht, kann eine weiterführende spezialisierte Inkontinenztherapie auch nach der Prostatakrebstherapie oft noch erfolgreich verlaufen.

Lydia Köper

19.01.12

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