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Die Entstehung von Prostatakrebs

Das Risiko an Prostatakrebs zu Erkranken steigt mit dem Alter an.

Suzanne Tucker/Shutterstock

Entstehung von Prostatakrebs

Die genauen Ursachen einer Entstehung von Prostatakrebs sind heute immer noch unbekannt. Für manche Krebsarten können spezifische Faktoren ausgemacht werden, so z. B. das Rauchen beim Lungenkrebs. Solche klaren Risikofaktoren, die die Entstehung von Krebszellen begünstigen, sind beim Prostatakrebs nicht bekannt.

Testosteron

Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass das männliche Geschlechtshormon Testosteron die Entstehung von Prostatakrebs auslöst. Diese Theorie ist heute wissenschaftlich widerlegt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Testosteronkonzentration im Blut keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko für Prostatakrebs hat. Testosteron ist ein Hormon, welches sich auf die Libido (sexuelles Verlangen), die Muskelkraft und die Knochen des Mannes auswirkt.

Dennoch ist Testosteron nicht ohne Wirkung auf den Prostatakrebs, da die Tumoren Testosteron-abhängig wachsen. Beim gesunden Mann hat Testosteron also keinen schädlichen Einfluss auf die Prostata. Sind aber bereits Krebszellen in der Prostata vorhanden, so sind bestimmte Testosteronspiegel schädlich, da sie das Wachstum der entarteten Zellen fördern.

Entzündungen der Prostata

Chronische Entzündungen der Prostata können die Entstehung von Krebs begünstigen. Generell sind Entzündungen im Urogenitaltrakt, also im Bereich der Harnorgane und Genitalien, keine Seltenheit, da sie sowohl durch verschiedene Bakterien und Viren als auch durch bestimmte Ernährungsfaktoren ausgelöst werden können. Entzündungen sind Reaktionen des eigenen Immunsystems, die der Eliminierung eingedrungener Krankheitserreger dienen. Sie bewirken eine vermehrte Freisetzung des Botenstoffes IL-6 – und genau diesem Botenstoff wird eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des Prostatakrebses zugesprochen. Es wird angenommen, dass normale Zellen eine erhöhte Empfänglichkeit für die durch IL-6 vermittelten Signale entwickeln – und so ihr Wachstum steigern.

Genetische Prädisposition

Die Entstehung von Krebserkrankungen beruht immer auf Veränderungen des Erbguts. Diese werden im Laufe des Lebens erworben und lassen in Kombination irgendwann Zellen zu Krebszellen entarten. Liegen bestimmte genetische Veränderungen, die die Krebsentstehung begünstigen, bereits von Geburt an vor und wurden von den Eltern weitervererbt, so spricht man von einer genetischen Prädisposition. Sie lässt den Krebs häufig in einem früheren Alter auftreten als bei Menschen, die nicht von Geburt an Veränderungen des Erbgutes aufweisen.

Beim Prostatakrebs sind es Genveränderungen des 1. Chromosoms, die die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Sind Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt, so ist das Risiko, selbst zu erkranken, zwei- bis dreimal so hoch wie für Personen, die keine Krankheitsfälle in der nahen Familie haben. Sind Vater und Bruder betroffen, steigt das eigene Erkrankungsrisiko weiter auf das Fünf- bis Zehnfache. Auch durch ein häufiges Auftreten von Brustkrebs in der Familie nimmt für männliche Nachfahren die Wahrscheinlichkeit zu, an Prostatakrebs zu erkranken. Generell ist ein familiär gehäuftes Auftreten von Prostatakrebs jedoch als selten anzusehen.

Das Alter

Ein weiterer Risikofaktor für eine Erkrankung an Prostatakrebs ist das zunehmende Alter. Auch wenn die Krankheit bei jüngeren Männern sehr selten ist, können im Alter unter 40 Jahren bereits mikroskopisch kleine Krebsherde in der Prostata auftreten. Sie befinden sich in einer Ruhephase, dem sogenannten Latenzstadium, in dem sie auf unbestimmte Zeit verharren. Lediglich bei einem Teil der Betroffenen verlassen die Zellen irgendwann dieses Stadium. Dann entwickeln sie sich zu einem Prostatakarzinom und damit zu einer ernst zu nehmenden und behandlungsbedürftigen Krankheit.

Lydia Köper

18.07.11

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