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Die Heilungschancen von Prostatakrebs

Die Heilungschancen von Prostatakrebs sind stark von einer frühzeitigen Erkennung ab.

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Heilungschancen

Nach abgeschlossener Behandlung eines Prostatakrebses kann es zu Rezidiven kommen – zu Rückfällen, die unabhängig davon auftreten können, welche Behandlungsmethode bei der individuellen Therapie des Prostatakrebses zur Anwendung kam. Aus diesem Grund müssen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen stattfinden – auch dann, wenn der Tumor komplett entfernt oder zerstört werden konnte und eine vollständige Heilung sehr wahrscheinlich ist. Neben der frühzeitigen Erkennung eines möglichen Rückfalls dienen die Kontrollen zudem der Diagnostizierung und Behandlung von Nebenwirkungen der Therapie. Eine Leitlinie zur zeitlichen Abfolge der Nachsorge gibt es derzeit nicht. Aus diesem Grund wird individuell vom Arzt entschieden, in welchen Intervallen die Untersuchungen stattfinden.

Nach abgeschlossener Therapie stehen Patienten mit Prostatakrebs häufig verbliebenen Krankheits- und Therapiefolgen gegenüber. Um diese zu mindern, kann eine Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden. Treten zum Ende der Therapie akute gesundheitliche Probleme auf, kann eine Rehabilitation direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt der Betroffenen oder innerhalb weniger Tage begonnen werden. In einem solchen Fall erfolgt eine stationäre Aufnahme. Generell ist es möglich, eine Rehabilitation auch ambulant durchzuführen.

Prognosen

Wie frühzeitig der Prostatakrebs diagnostiziert wird, ist ein entscheidendes Kriterium für die Prognose. Für frühe Krebsstadien sind die Heilungschancen i. d. R. sehr gut, während sie für späte Stadien im Allgemeinen stark abnehmen. Hat ein Prostatakrebs noch keine Metastasen gebildet und ist noch auf die Prostata begrenzt, liegt die Überlebensrate nach 5 Jahren bei ca. 70 % bis 85 %. Im fortgeschrittenen Stadium, also nach der Bildung von Metastasen, liegt die Überlebensrate nur noch bei ca. 40 %. Die individuelle Prognose hängt dabei natürlich von weiteren Faktoren, wie beispielsweise dem feingeweblichen Aufbau des Tumors und seiner Größe, ab.

Die Heilungschancen variieren stark in Abhängigkeit vom gewählten Therapieverfahren. Eine aktives Beobachten und eine Hormontherapie können den Prostatakrebs nicht heilen, dazu ist zum Beispiel eine Operation oder eine aggressive Strahlentherapie notwendig. Geheilt werden kann generell nur, so lange der Tumor keine Metastasen gebildet hat. Auf die Organkapsel beschränkte Tumoren können bei entsprechend aggressiver Therapie zu ca. 90 % geheilt werden. Hat der Tumor die Organkapsel überschritten, gelingt dies nur noch in ca. 40 % der Fälle.

Generell muss sich beim Prostatakrebs vor Augen geführt werden, dass dieser meist in hohem Alter auftritt. Daher zielen nicht alle Therapieformen überhaupt auf eine Heilung ab. Ist davon auszugehen, dass die Zahl der verbleibenden Lebensjahre des Patienten niedriger ist als der Zeitraum, der vergehen wird, bis das Fortschreiten des Prostatakrebses die Lebensqualität stark einschränkt oder zum Tode führt, macht eine aggressive Therapie keinen Sinn. Sie wäre in diesem Fall nur unnötig belastend. Aus diesem Grund gestaltet sich auch die Statistik schwierig. Es ist schwer auszumachen, welcher Patient tatsächlich am Prostatakrebs gestorben ist und nicht an einer anderen Ursache, die ohne den Krebs ebenso eingetreten wäre. Die allgemein bekannte hohe Sterblichkeit nach einer Diagnose von Prostatakrebs ist auf jeden Fall nicht allein auf den Tumor zurückzuführen, sondern auch darin begründet, dass die Häufigkeit in hohem Alter stark zunimmt und zu diesem Zeitpunkt oft bereits weitere Erkrankungen vorliegen.

Lydia Köper

18.07.11

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