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Hilfestellungen bei Prostatakrebs

Die Psychoonkologie befasst sich mit den psychischen und sozialen Folgen einer Krebserkrankung.

Kozlovskaya Ksenia/Shutterstock

Das Leben mit und nach Prostatakrebs gestaltet sich oft nicht einfach. Daher können verschiedene Hilfestellungen in Anspruch genommen werden, um in Verbindung mit dem Prostatakrebs entstandene Schwierigkeiten zu überwinden und den Umgang mit bestimmten Problemen zu erleichtern.

Psychoonkologie bei Prostatakrebs

Die Psychoonkologie bzw. psychosoziale Onkologie ist eine spezielle Form der Psychotherapie, die sich mit den psychischen und sozialen sowie sozialrechtlichen Bedingungen und Folgen einer Krebserkrankung befasst. Sie widmet sich daher allen Menschen, die an einem Krebs erkrankt sind. Besonderes Augenmerk richtet die Psychoonkologie auf die psychischen Belastungen, die ein Mensch aufgrund seiner Krebserkrankung erfährt. Dabei wird der Stellenwert einer psychoonkologischen Betreuung in der Prostatakrebstherapie zunehmend größer. Verschiedene Studien konnten belegen, dass eine psychosoziale Betreuung die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern kann. Es herrscht heute im Allgemeinen Einigkeit darüber, dass eine erfolgreiche Krebstherapie nicht nur aus der medizinischen Komponente, sondern auch aus psychosozialen Hilfestellungen besteht.

Die psychoonkologische Arbeit kann verschiedene Aspekte beinhalten. In Akutkliniken, Rehabilitationseinrichtungen, psychosozialen Beratungsstellen oder psychoonkologischen Praxen werden Beratungen, Betreuungen und gegebenenfalls auch Behandlungen von Prostatakrebspatienten angeboten. Im Vordergrund steht dabei die Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung und Krankheitsbewältigung. Wie die Hilfe im Einzelfall konkret aussieht, ist individuell verschieden und muss an das Befinden des jeweiligen Patienten angepasst werden. Auch an die Angehörigen richten sich viele Angebote der Psychoonkologie, da auch sie die Belastungen der Prostatakrebserkrankung eines geliebten Menschen verarbeiten und bewältigen müssen.

Die Psychoonkologie ist in Deutschland keine Berufsbezeichnung. Um eine Vergleichbarkeit verschiedener Ausbildungswege zu gewährleisten, hat die Deutsche Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit weiteren Fachgesellschaften im Jahre 2010 Standards entwickelt, die die Erfüllung bestimmter Kriterien in der Behandlung und Betreuung von Prostatakrebspatienten sicherstellen.

Rehabilitation nach Prostatakrebs

Hilfestellungen nach einer Prostatakrebserkrankung können in Form von Rehabilitationsmaßnahmen bezogen werden. Von den Deutschen Urologen wird die Durchführung einer solchen Rehabilitation nach einer Prostatakrebsbehandlung im Allgemeinen empfohlen. Dennoch hängen die konkreten Entscheidungen vom individuellen Fall ab. Eine stationäre Anschlussheilbehandlung nach Prostatakrebs wird in den meisten Fällen angeraten, da sie die Überwindung körperlicher und persönlicher Einschränkungen beschleunigt und die Rückkehr in den gewohnten Alltag des Patienten mit Prostatakrebs vereinfacht. Offizielle Angaben über die Zahl der tatsächlich beantragten Rehabilitationen und Anschlussheilbehandlungen in Verbindung mit Prostatakrebs gibt es nicht. Nach Schätzungen nimmt jeder zweite Patient diese Möglichkeit wahr.

Anschlussheilbehandlungen und Rehabilitationen nach Prostatakrebs entscheiden sich vor allem durch den Zeitpunkt, zu dem sie durchgeführt werden. Die Anschlussheilbehandlung muss spätestens zwei Wochen nach der Entlassung aus einer Akutklinik beginnen und wird in der Regel schon während des dortigen Aufenthaltes beantragt. Eine Rehabilitation hingegen findet binnen des ersten Jahres nach Abschluss der Prostatakrebstherapie statt. Beide Verfahren haben auch Gemeinsamkeiten. Die Krankheit Prostatakrebs wird nicht als körperlich isoliert betrachtet, sondern in einem bio-psychosozialen Kontext behandelt. Die durchgeführten Maßnahmen nach einer Prostatakrebserkrankung beschränken sich also nicht nur auf die körperlichen Folgen, unter denen die Patienten leiden, sondern thematisieren auch die psychischen Folgen, die durch den Prostatakrebs entstanden sind. Alle Krankheitsfolgen, auch in Bezug auf Partnerschaft, Familie, Arbeit und soziale Aktivität, werden bei den Behandlungen berücksichtigt und mit einbezogen. Insbesondere durch die Kombination der Behandlung medizinischer und psychischer Folgen kann durch eine Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation die psychische Belastung der Prostatakrebspatienten gemindert, die Wiedereingliederung in das gewohnte Umfeld erleichtert und so die Lebensqualität nach Prostatakrebs erhöht werden.

Lydia Köper

19.01.12

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