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Leben mit Prostatakrebs

Die Diagnose Prostatakrebs ist meist ein schwerer Schicksalsschlag für die Betroffenen.

Joanne van Hoof/Shutterstock

Die Diagnose Prostatakrebs ist meist ein schwerer Schicksalsschlag für die Betroffenen. Die Erkrankung wird von den meisten Patienten als ein massiver Einschnitt erlebt, der alles bisher Gewohnte und die künftigen Ziele infrage stellt. Zunächst ist es die Angst vor der Therapie und der ungewissen Zukunft, die enorm belastet. Aber auch wenn die Therapie abgeschlossen ist, ist es das Kapitel Prostatakrebs deswegen nicht automatisch auch. Nach der Behandlung besteht oft die Angst vor einem Rückfall, und auch die Behandlungsfolgen können Einfluss auf das Selbstwertgefühl der Betroffenen haben.

Leben mit der Diagnose Prostatakrebs

Die Mitteilung der Diagnose Prostatakrebs ist oft eine sehr schwierige Situation. Sie kann Ängste und Unsicherheiten auslösen – um die eigene Familie und das eigene Leben, und darüber, wie die Therapie verlaufen wird und ob Schmerzen und Nebenwirkungen auftreten. Viele Betroffene fragen sich, warum ausgerechnet sie erkrankt sind und suchen in ihrem Leben nach zurückliegenden belastenden Ereignissen oder machen ihre Lebensweise dafür verantwortlich. Auf die Frage gibt es allerdings keine Antwort, denn niemand ist an der Entstehung von Prostatakrebs schuld. Die Betroffenen müssen in der Regel lernen, ihre Krankheit als Schicksalsschlag zu akzeptieren und nach vorne zu schauen, so schwer dies auch meist fällt. Wer mit seinem Schicksal und seiner Krankheit einen Umgang findet, fühlt sich meist nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann den Kampf gegen den Krebs aktiv aufnehmen. Es ist zu empfehlen, dass nicht wegen der Diagnose Prostatakrebs ein selbst bestimmtes Leben aufgegeben wird und die Krankheit das eigene Leben regiert. Ebenso falsch ist es, den Krebs zu verdrängen. Dies geschieht häufig aus Angst vor der Reaktion anderer, aus Scham und auch aus Angst vor beruflichen Folgen. Aber nur wer ehrlich und offen über Prostatakrebs spricht, kann Ängste überwinden und Sorgen teilen.

Das Leben nach der Therapie von Prostatakrebs

Auch nach einer abgeschlossenen Prostatakrebstherapie wird die Krankheit meist weiterhin eine Rolle im Leben der Betroffenen spielen. Die Angst vor einem Rückfall ist oftmals groß und tritt insbesondere dann auf, wenn Nachsorgeuntersuchungen beim Urologen anstehen. Doch auch wenn der Gang zu den Untersuchungen schwer erscheint, so ist er dennoch notwendig. Durch regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen kann ein erneuter Tumor rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Neben der Erkennung von Rückfällen, sogenannten Rezidiven, dient die Nachsorge auch der Erkennung und Behandlung von Folge- und Begleiterkrankungen. Denn auch bei ihnen kann eine adäquate Therapie unter Umständen viel bewirken.

Es ist oft nicht einfach, nach einer erfolgten Therapie des Prostatakrebses in den Alltag zurückzukehren. Dabei kann es hilfreich sein, auf die Hilfe anderer Personen zurückzugreifen, wo immer dies möglich ist. Diese Hilfe fängt bei der eigenen Familie und Freunden an und endet bei dem Hinzuziehen neutraler Personen wie Sozialarbeiter, Mitarbeiter von Beratungsstellen oder Psychologen. Wenn eine Rückkehr in das Berufsleben gesundheitlich möglich ist, können auch dort Hilfestellungen in Anspruch genommen werden, die den Wiedereinstieg der Betroffenen vereinfachen. Auch finanzielle Unterstützungen können im Falle einer Prostatakrebserkrankung geleistet werden. Betroffene können sich über ihre Möglichkeiten und die verschiedenen Angebote informieren. So fällt es oft leichter, Hilfe zu bekommen und die eigene Zukunft zu gestalten.

Lydia Köper

19.01.12

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