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Maßnahmen zur Prävention von Prostatakrebs

Auch Übergewicht kann das Prostatakrebs Risiko erhöhen.

vgstudio/Shutterstock

Prävention

Es gibt ein paar Maßnahmen, mit denen sich das Erkrankungsrisiko für Prostatakrebs senken lässt. Diese Maßnahmen beziehen sich auf die Lebensweise – genauer auf die Ernährung, das Körpergewicht und die regelmäßige Bewegung. Die Annahme, dass sich die genannten Faktoren auf das generelle Krebsrisiko auswirken, besteht seit Langem. Konkrete Studien konnten bestimmte Auswirkungen der Lebensweise auf das Entstehungsrisiko mancher Krebsarten tatsächlich belegen, für andere hingegen konnte die Annahme nicht bewiesen werden. Für den Prostatakrebs konnte belegt werden, dass die Ernährung, das Körpergewicht und regelmäßige körperliche Bewegung bei der Krankheitsvorbeugung, also der Prävention, eine wesentliche Rolle spielen. Das heißt: Wer sich gesund und vitaminreich ernährt und zudem möglichst wenig tierische Fette zu sich nimmt, der senkt sein Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Ein normales Körpergewicht und regelmäßige Bewegung leisten ebenfalls ihren Beitrag zu einer hoffentlich krebsfreien Zukunft.

Ernährung

Obst und Gemüse enthalten viel Gesundes: Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und viele Ballaststoffe. Einige dieser Inhaltsstoffe können über komplizierte Stoffwechselvorgänge das Krebsrisiko senken. Neuere Untersuchungen belegen jedoch, dass die Schutzfunktion von Obst und Gemüse geringer ist, als zunächst angenommen wurde und zudem auf wenige Krebsarten beschränkt ist. Dennoch gilt: wer sich gesund ernährt und viel Obst und Gemüse isst, senkt sein Krebsrisiko – und auch das für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich mindestens 600 g Obst und Gemüse zu essen.

Aufgrund des hohen Fettgehalts von Fleisch, insbesondere von Rind-, Schaf- und Schweinefleisch, sollte davon nicht zu viel verzehrt werden. Anzuraten sind zwei- bis dreimal pro Woche kleine Portionen, wobei mageres Geflügelfleisch zu bevorzugen ist. Das Fleisch sollte schonend zubereitet werden, da durch ein sehr starkes Erhitzen krebserregende Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (z. B. Benzpyren) entstehen können.

Übergewicht

In Deutschland sind etwa zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen zu dick. Das Übergewicht birgt gesundheitliche Risiken der verschiedensten Formen – es steigert die Wahrscheinlichkeit an Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden, Diabetes und eben auch an Krebs zu erkranken. Ob das eigene Körpergewicht im richtigen Bereich liegt, kann über den Body-Mass-Index (BMI) bestimmt werden. Er beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und errechnet sich, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Von einem Normalgewicht spricht man, wenn der BMI in einem Bereich von 18,5 bis 24,9 liegt.

Bewegung

Regelmäßige, im besten Fall tägliche Bewegung ist wichtig für Körper, Seele und Geist. Bewegung reduziert nachweislich das Risiko, an bestimmten Krebsarten wie Darmkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterkrebs oder auch Prostatakrebs zu erkranken. Unter dem Begriff Bewegung verbirgt sich dabei nicht zwingend sportliche Aktivität. Wer beruflich viel auf den Beinen ist oder beispielsweise mit dem eigenen Hund viel an der frischen Luft spazieren geht, der erfüllt ebenfalls sein tägliches Soll an Bewegung, ohne dazu zwingend in ein Fitnessstudio zu gehen. Menschen, die bisher keinen Sport getrieben und sich generell wenig bewegt haben, sollten langsam und schonend damit beginnen. Wer für mehr Bewegung sorgen möchte, sollte diese auch in seinen Alltag einbauen. So kann zum Beispiel der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden oder man verwendet statt des modernen Aufzugs ganz altmodisch wieder die Treppe.

Lydia Köper

18.07.11

Prävention
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