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Selbsthilfegruppen für Prostatakrebs Patienten

Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Stütze für Prostatakrebs Patienten

Kuzma/Shutterstock

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 als Zusammenschluss von 18 Selbsthilfegruppen Prostatakrebs-Betroffener in Deutschland gegründet. Er ist ein gemeinnütziger Verein. Im Februar 2011 gehörten ihm mehr als 230 Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen an. Damit ist der BPS europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BSP steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe, die Partner und Unterstützer seiner Arbeit ist.

Selbsthilfeorganisationen haben einen hohen Stellenwert im Gesundheitswesen. Sie vervollständigen die professionellen Angebote der gesundheitlichen Versorgung, indem sie wertvolle Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung leisten. Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart beim Mann und bedeutet daher eine besondere Herausforderung. Der BPS vermittelt den Betroffenen in der Grenzsituation einer positiven Diagnose Mut und Stärke für ein hohes Maß an Lebensqualität. Der BSP hat es sich zur Aufgabe gemacht, offen über alle krankheitsbedingten und psychosozialen Probleme, die in Verbindung mit der Krankheit auftreten können, zu sprechen – und so keine Tabuisierungen zuzulassen. Ein besonderes Anliegen des BPS ist es, die Öffentlichkeit und insbesondere Betroffene und Angehörige über die medizinischen, psychologischen und sozialen Aspekte einer Prostatakrebserkrankung aufzuklären. Der BPS möchte sowohl über das Internet als auch im Rahmen von Vortragsveranstaltungen und Patiententagen ein Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch bieten. Das Initiieren und Fördern von Selbsthilfeaktivitäten im Bereich Prostatakrebs bildet einen weiteren Schwerpunkt der Verbandsarbeit. Über eine gebührenfreie telefonische Hotline werden an drei Tagen der Woche Beratungen zum Prostatakrebs angeboten, wobei es selbst Prostatakrebspatienten sind, die den Hilfesuchenden mit ihrer eigenen Erfahrung zur Seite stehen. Als Interessenvertreter aller von Prostatakrebs betroffenen Männer in Deutschland ist der BPS zudem auch auf gesundheitspolitischer Ebene aktiv.

KISP Die Hilfe bei Prostatakrebs

KISP steht für Kontakt-, Informations- und Selbsthilfestelle Prostatakrebs. Entsprechend des Namens werden die folgenden Bereiche von der Organisation abgedeckt. Für den Kontakt stehen Selbstbetroffene als Ansprechpartner zur Verfügung, per Mail, Brief, Fax, Telefon oder persönlich. Um Informationen zu gewinnen gibt es auf der Webseite der KISP eine Fülle zusammengetragener Themen rund um den Prostatakrebs. Zur Selbsthilfe wurde die Gruppe Selbsthilfe Uwe Peters Rhein-Main gegründet, die der KISP angehört. Gemeinsam mit dem BPS betreibt die KISP das mit großem Abstand meistfrequentierte deutschsprachige Internet-Diskussionsforum für Prostatakrebspatienten und ihre Angehörigen.

Gegründet wurde KISP von Uwe Peters. Er selbst wurde 62 Jahre alt und starb an Prostatakrebs – er konnte trotz Therapie nicht mehr von seinem Krebs befreit werden. Als ihm die Prostata entfernt wurde, war sein Wissen um den Prostatakrebs, die Diagnostik, die Behandlungsmöglichkeiten und die möglichen Folgen der Behandlung gleich Null. Seine erstbehandelnden Ärzte hatten ihn nicht hinreichend aufgeklären. Erst über das Internet und aus Büchern bekam Uwe Peters nach und nach weitergehende Informationen. Die Homepage von KISP ist das Ergebnis seines Umgangs mit dem Krebs, nachdem ihm bewusst geworden war, dass er, je mehr er über seine Krankheit wusste, umso weniger Angst vor ihr hatte.

Seit Uwe Peters Mitte des Jahres 2000 die Internet-Präsenz KISP ins Leben rief, ist durch das Mitwirken vieler Menschen eine Fülle von Informationen rund um den Prostatakrebs zusammengetragen worden, die es vorher in dieser Konzentriertheit in den deutschsprachigen Ländern nicht gab.

Lydia Köper

18.07.11

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