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Die Schilddrüsenkrebs Entstehung

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Die Entstehung von Schilddrüsenkrebs ist bis heute nicht im Detail verstanden. Es gibt allerdings einige Faktoren, die die Entartung normaler Zellen zu Krebszellen in der Schilddrüse begünstigen oder fördern. Diese Faktoren führen allerdings nicht zwingend zu einer Krebsentstehung und können nicht allein verantwortlich gemacht werden. Weitere, individuelle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Entstehung von Krebs im Allgemeinen

Ein Krebs entsteht immer aufgrund der Entartung von Zellen. Diese Entartung ist genetischer Natur, ihr liegen Veränderungen des Erbgutes zugrunde. Eine Veränderung reicht jedoch nicht aus, um aus einer normalen Zelle eine Krebszelle entstehen zu lassen. Deshalb ist Krebs meist eine Erkrankung des höheren Alters, da im Laufe der Zeit verschiedene Veränderungen des genetischen Materials einer Zelle auftreten, die sich aufsummieren und sie schließlich zur Krebszelle werden lassen. Tritt ein Krebs bereits in ungewöhnlich jungen Jahren auf, so spricht dies für das Vorhandensein einer angeborenen bzw. einer ererbten Komponente, der sogenannten genetischen Prädisposition. Dabei ist bereits eine genetische Veränderung vorhanden, die eine Zelle bereits einen Schritt auf dem Weg zur Krebszelle gemacht haben lässt. Dadurch müssen weniger Veränderungen erfolgen als bei jemandem ohne genetische Vorbelastung – und die Krankheit tritt entsprechend eher auf. Eine festgestellte genetische Prädisposition ist dennoch nicht gleichzusetzen mit einer Krebsdiagnose. Auch wenn eine erbliche Komponente die Entartung normaler Zellen begünstigt, so muss diese dennoch nicht stattfinden. Längst nicht jede Person mit einer genetischen Prädisposition erkrankt auch – denn die anderen dafür notwendigen genetischen Veränderungen müssen nicht zwingend eintreten.

Formen des Schilddrüsenkrebses

Ein Organ wie die Schilddrüse besteht aus verschiedenen Zelltypen. In Abhängigkeit davon, aus welchem Zelltyp die Krebszellen bei einem Schilddrüsenkrebs hervorgegangen sind, werden verschiedene Formen unterschieden:

  • differenzierte Karzinome (papilläres und follikuläres Karzinom)
  • medulläres Karzinom
  • undifferenzierte Karzinome
  • Lymphome
  • Sarkome

Zu den differenzierten Karzinomen zählen das papilläre und das follikuläre Karzinom. Sie gehen aus den Follikelzellen der Schilddrüse hervor, die die Hormone T3 und T4 produzieren. Papilläre Karzinome machen etwa 50 % aller Krebserkrankungen der Schilddrüse aus. Etwas seltener sind die follikulären Karzinome mit anteilig 20 % bis 30 %. Sehr viel seltener sind medulläre Karzinome, die aus den C-Zellen hervorgehen, die für die Synthese von Calcitonin verantwortlich sind (5 % bis 10 % aller Krebserkrankungen der Schilddrüse). Ebenso selten sind die undifferenzierten Karzinome. Von einem Lymphom spricht man, wenn der Tumor seinen Ursprung im lymphatischen Gewebe des Organs hat. Entstammt er dem dortigen Bindegewebe, so handelt es sich um ein Sarkom.

Erbliche Veranlagung beim Schilddrüsenkrebs

Beim Schilddrüsenkrebs ist bekannt, dass eine erbliche Veranlagung, also eine genetische Prädisposition, die Krebsentstehung begünstigen kann. Dies betrifft vorwiegend die Entstehung eines medullären Karzinoms, die häufig in Zusammenhang mit dem sogenannten MEN-Syndrom II steht. MEN steht für multiple endokrine Neoplasie, bei der die Betroffenen meist an mehreren Tumoren verschiedener Hormondrüsen, u. a. auch der Schilddrüse, erkranken. Die im Zusammenhang mit dieser Erkrankung stehende genetische Veränderung befindet sich auf Chromosom 11. Tritt in einer Familie ein MEN-Syndrom II auf, können sich die anderen Familienmitglieder auf den Gendefekt testen lassen und bei einem positiven Ergebnis regelmäßig an Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen.

Lydia Köper

31.08.11

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