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Die Therapie von Schilddrüsenkrebs

Bei der Behandlung von Schilddrüsenkrebs kommt auch die Chemotherapie zum einsatz

Monkey Business Images/Shutterstock

Die Therapie von Schilddrüsenkrebs kann sehr unterschiedlich verlaufen. Ein wichtiger Faktor bei der Wahl der jeweils geeigneten Therapie ist das Tumorstadium. Abhängig davon, wie weit fortgeschritten der Krebs ist, kann eine Therapie kurativ erfolgen, also mit Heilungsabsicht, oder bei weit fortgeschrittenen Stadien rein palliativ. In diesem Fall besteht keine Chance mehr auf eine Heilung und die therapeutischen Maßnahmen zielen darauf ab, die verbleibende Lebensspanne zu verlängern und so beschwerdefrei wie möglich zu gestalten. Zudem spielt die Tumorart eine wichtige Rolle. Je nachdem, in welchen Zellen der Schilddrüse der Tumor seinen Ursprung hat, variieren die Therapiemöglichkeiten.

Follikuläres Schilddrüsenkarzinom

Beim follikulären Karzinom handelt es sich um einzelne Knoten, die in der Schilddrüse auftreten. Eine Metastasierung erfolgt in der Regel über die Blutbahn, die Tochtergeschwülste siedeln sich bevorzugt in Lunge und Knochen an. Es erfolgt beim follikulären Karzinom eine operative Entfernung eines Teils der Schilddrüse oder aber, wie in den meisten Fällen, des gesamten Organs. Nach erfolgter kompletter Entfernung kann eine Radiojodtherapie zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Strahlentherapie, die nur beim Schilddrüsenkrebs Anwendung findet. Da sich das radioaktive Jod ausschließlich in den trotz Operation möglicherweise im Körper verbliebenen Krebszellen anreichert, werden diese gezielt bestrahlt. Diese Art der Therapie wird daher zur Behandlung von Metastasen eingesetzt. Sie erfolgt in der Regel vier Wochen nach der Operation durch eine Einnahme von Kapseln, die das radioaktive Jod enthalten.

Papilläres Schilddrüsenkarzinom

Die Therapie des papillären Karzinoms unterscheidet sich kaum von der des follikulären Karzinoms. Beim papillären Karzimon treten allerdings oftmals mehrere Tumorherde in einem oder auch beiden Schilddrüsenlappen auf und die Metastasierung erfolgt neben der Blutbahn auch über die Lymphe. Aus diesem Grund ist es wie auch beim follikulären Karzinom wichtig, dass die benachbarten Lymphknoten ebenfalls entnommen und auf das Vorhandensein von Krebszellen analysiert werden. Können Krebszellen nachgewiesen werden, werden auf der betroffenen Seite alle Halslymphknoten entfernt. Auch beim papillären Karzinom kann eine Radiojodtherapie im Anschluss an eine operative Entfernung des Tumors erfolgen.

Medulläres Schilddrüsenkarzinom

Medulläre Karzinome können nicht mit einer Radiojodtherapie behandelt werden, da sie nicht aus den Follikelzellen hervorgehen, die Jod benötigen und speichern. Medulläre Karzinome bilden oftmals frühzeitig Metastasen in den Halslymphknoten und in manchen Fällen auch in den Lymphknoten des Halses. Aus diesem Grund werden bei einer Operation neben der Schilddrüse auch die Halslymphknoten entfernt. Nach einer Operation kann eine externe Strahlentherapie erfolgen, also eine Bestrahlung von außen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn in den entfernten Lymphknoten Krebszellen detektiert wurden.

Undifferenziertes Schilddrüsenkarzinom

Das undifferenzierte Schilddrüsenkarzinom schreitet sehr schnell fort. Es wächst invasiv in die Umgebung und bildet bevorzugt Metastasen in der Lunge, der Leber, im Knochen und im Gehirn. In den meisten Fällen ist es bei dieser Art des Schilddrüsenkrebses für eine kurative Therapie schon zu spät. Es erfolgt dennoch eine operative Entfernung des Tumors, um Schluck- und Atembeschwerden zu verhindern. Da eine Radiojodtherapie wie auch beim medullären Schilddrüsenkarzinom unwirksam ist, kann nur eine externe Strahlentherapie erfolgen.

Chemotherapie

Die Chemotherapie ist neben der Operation und der Strahlentherapie die dritte Säule der Krebstherapie. Sie spielt beim Schilddrüsenkrebs allerdings kaum eine Rolle, da die verschiedenen Formen des Schilddrüsenkarzinoms nur wenig empfindlich gegenüber einer Chemotherapie sind.

Lydia Köper

31.08.11

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