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Der Umgang mit einem Stoma

Magen Darm Trakt des Menschen

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Unter dem Begriff Stoma versteht sich eine künstlich hergestellte Öffnung eines Hohlorgans zur Körperoberfläche. Dies kann also verschiedenste Organe wie die Luftröhre oder den Magen betreffen. Im umgangssprachlichen Gebrauch versteht sich unter dem Begriff Stoma jedoch meist ein Enterostoma, ein künstlicher Darmausgang, oder ein Urostoma, ein künstlicher Blasenausgang. Ist das Legen eines Stomas nach einer Krebserkrankung erforderlich, so stellt es die Betroffenen häufig vor große Schwierigkeiten. Es dauert, bis man sich daran gewöhnt, und psychische Probleme deshalb sind keine Seltenheit. Ein weiteres Problem ist die Tabuisierung des Stomas in der Gesellschaft, sodass Betroffene häufig Schwierigkeiten haben, dieses Thema überhaupt anzusprechen.

Stomaversorgung

Durch die Anlage eines Stomas geht die Kontinenz verloren. Die Betroffenen können also nicht mehr selbst entscheiden, wann sie auf die Toilette gehen und entsprechend den Stuhl oder den Urin zurückhalten. Um diesen Nachteil auszugleichen, wurden spezielle Versorgungssysteme entwickelt. Sie bestehen aus einem Hautschutz, der die Haut vor Irritationen durch Kontakt mit Stuhl oder Harn schützt, und einem Beutel, der die Ausscheidungen geruchsdicht sammelt, bis der Träger den Inhalt in die Toilette entleert.

Ernährung nach einer Stomaanlage

Eine spezielle Diät für Stomaträger gibt es nicht. Grundsätzlich gibt es nach der Anlage des Stomas keine Ernährungseinschränkungen. Menschen mit einem Enterostoma, einem künstlichen Ausgang des Darms, berichten jedoch häufig über Einschränkungen in der Verträglichkeit von Nahrungsmitteln. Menschen mit einem Urostoma hingegen sind nur selten eingeschränkt.

Menschen mit einem Enterostoma vermeiden häufig blähende Lebensmittel und kohlensäurehaltige Getränke. Oftmals wird auf Nahrungsmittel verzichtet, die verstopfend wirken oder zu Durchfall oder übel riechendem Stuhl führen. Es ist möglich, durch eine regelmäßige Einnahme von Mahlzeiten eine regelmäßige Stuhlentleerung zu erzielen. Auch durch eine Irrigation (Spülung) kann die Stuhlentleerung gesteuert und der Abgang von Gasen vermieden werden.

Lydia Köper

04.10.11

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