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Kompetenzzentren

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Kompetenzzentren

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)

Die Abkürzung DEGRO steht für die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. Sie ist ein Zusammenschluss aller in der Radiotherapie arbeitenden Ärzte, Medizinphysiker und Strahlenbiologen. Die Strahlentherapie wird in der Krebsbehandlung und bei zahlreichen anderen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt und ist in den letzten 10 Jahren erheblich verbessert und verfeinert worden. Die Strahlentherapie ist eines der drei Grundverfahren der Krebsbehandlung und damit eine tragende Säule auf diesem Gebiet. Aus diesem Grund bietet die DEGRO interessierten Patienten und Angehörigen über eine ausführlich gestaltete Webseite einen ersten Zugang zu dem Fachgebiet. Des Weiteren bietet sie ihren Mitgliedern eine Plattform für den Austausch von Informationen. Dazu gibt es einen speziellen, durch Benutzernamen und Passwort geschützten Bereich, der ausschließlich den Vereinsangehörigen vorbehalten ist.

Zu den Aufgaben der DEGRO gehört es, Stellung zu Therapieverfahren zu nehmen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Akademie für Ärzte und Ärztinnen zur Weiterbildung zum Facharzt für Strahlentherapie anzubieten. Die DEGRO versteht sich als eine Plattform für Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und laufenden Studien zum Thema Strahlentherapie. Solche Leitlinien sind als Empfehlungen für ärztliches Handeln in charakteristischen Situationen zu verstehen und nicht verbindlich. Sie werden ausschließlich aus ärztlich-wissenschaftlicher Sicht erstellt und beinhalten keine wirtschaftlichen Aspekte. Die Leitlinien für Ärzte haben weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.

Um den wissenschaftlichen Austausch zu fördern, werden von der DEGRO Kongresse organisiert. So findet beispielsweise jährlich der DEGRO-Kongress statt, eine mehrtägige Tagung. Ziel ist der wissenschaftliche Austausch der neuesten Erkenntnisse in der Radioonkologie. Zu diesem Zweck werden auch Printmedien eingesetzt – die Fachzeitschrift „Strahlentherapie und Onkologie“ ist offizielles Organ der DEGRO.

Kompetenzzentren für Strahlentherapie

In Deutschland gibt es mittlerweile eine Reihe von Kompetenzzentren für die Behandlung von Krebserkrankungen. Oft sind sie noch einmal auf die Therapie spezieller Krebsarten spezialisiert. Auch für bestimmte Therapiemöglichkeiten wie die Strahlentherapie gibt es solche Kompetenzzentren, beispielsweise die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Leipzig, das MVZ Strahlentherapiezentrum Halle und das Nordeuropäische Radioonkologische Zentrum Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Kompetenzzentren für Strahlentherapie und Radioonkologie bestehen organisatorisch aus verschiedenen Untereinheiten, die eng miteinander verbunden sind. Das Personal, bestehend aus ärztlichen Mitarbeitern, Medizinphysikern, medizinisch-technischen Assistenten, Schwestern und Fachkräften, steht untereinander in sehr engem Kontakt, um die optimale Betreuung der Patienten zu gewährleisten.

Kennzeichnend für die Kompetenzzentren Strahlentherapie ist eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Radioonkologie, zumal im Gegensatz zu anderen Kliniken und Praxen durch die Spezialisierung auch entsprechend mehr Patienten behandelt werden. So konnte umfangreiches Wissen aus den verschiedenen Fällen gesammelt werden, welches fortwährend durch die aktuellen Fälle erweitert wird. An den Kompetenzzentren wird außerdem ein größeres Spektrum strahlentherapeutischer Behandlungen angeboten. So werden neue Therapieverfahren von den Kompetenzzentren entwickelt und durchgeführt, die an anderen Kliniken noch nicht zur Verfügung stehen. Viele Geräte sind teuer in der Anschaffung und rentieren sich nur bei entsprechender Auslastung.

Die Aufgaben der Kompetenzzentren für Strahlentherapie umfassen neben der klinischen Versorgung auch die klinische Forschung und Grundlagenforschung. Sie erfolgt im Bereich der Radioonkologie häufig interdisziplinär in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Physik, die in diesem Bereich eine tragende Rolle hat. Ebenso werden an den Universitätskliniken Studenten in das Fach Radioonkologie im Rahmen ihres Lehrplanes eingeführt. Die Lehrveranstaltungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf Vorlesungen, Seminare in Kleingruppen und praktische Lehrveranstaltungen am Krankenbett. Aufgrund der fortschreitenden Entwicklungen auf dem Gebiet der Radioonkologie ist eine ständige Fortbildung des Fachpersonals unerlässlich, denn nur so können die Therapiekonzepte auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht und auf diesem gehalten werden. Auch die Durchführung solcher Fortbildungen fällt in den Aufgabenbereich der Kompetenzzentren Strahlentherapie. Klinische Studien können an den Kompetenzzentren durchgeführt werden. So können die Neuerungen aus der Forschung auf ihre Wirksamkeit und Umsetzbarkeit getestet werden. Die Kompetenzzentren sind vernetzt und arbeiten multizentrisch in der Entwicklung und Forschung.

Lydia Köper

27.07.11

Kompetenzzentren
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