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Die Symptome von Lungenkrebs

Lisa F. Young/Shutterstock

Beim Lungenkrebs verhält es sich wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch. Eine frühzeitige Erkennung der Krankheit ist notwendig, sie verbessert die Heilungschancen. Ist ein bestimmtes Tumorstadium bereits überschritten, verschlechtert sich die Prognose rapide. Das Problem ist, das auch der Lungenkrebs in einem frühen Stadium nur sehr selten Beschwerden verursacht. Diese sind zudem unspezifisch und können ebenso auf eine andere, weniger schwere Erkrankung hindeuten.

Symptome eines Bronchialkarzinoms

Bei einem Bronchialkarzinom können bestimmte Beschwerden auftreten, die aber auch in anderem Zusammenhang auftreten, in den meisten Fällen eine harmlose Ursache haben und keinesfalls mit einer zwingenden Krebsdiagnose gleichzusetzen sind. Aus Angst vor der Diagnose den Arztbesuch aufzuschieben, ist in jedem Fall der falsche Weg. Treten Symptome auf, so sollte ärztlich abgeklärt werden, warum. Stellt sich heraus, dass es sich um eine andere, völlig harmlose Krankheit handelt, kann mit der Gewissheit auch eine Erleichterung eintreten. Sollte es sich tatsächlich um ein Bronchialkarzinom handeln, so sind die Heilungschancen umso besser, je früher der Arzt aufgesucht wurde. Und auch wenn die Heilungschancen bereits schlecht sein sollten, so kann in einem solchen Fall die Palliativmedizin dabei helfen, die Lebensqualität der verbleibenden Lebensspanne möglichst hoch zu halten.

Die Symptome eines Bronchialkarzinoms sind:

  • lang anhaltender Husten
  • eine Verschlimmerung eines bereits vorhandenen chronischen Hustens
  • Blutbeimengungen im Auswurf
  • Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Atemnot, erhöhte Körpertemperatur
  • Lungenentzündungen, die nicht auf eine Behandlung ansprechen
  • Lähmungen und starke Schmerzen
  • für Lungenerkrankungen untypische Beschwerden wie Gehirn- oder Rückenmarksentzündungen (paraneoplastisches Syndrom) – typisch für kleinzellige Lungenkarzinome

Symptome anderer Lungenkrebsformen

Eine weitere Form des Lungenkrebses ist das Pleuramesotheliom. Dabei handelt es sich nicht um ein Bronchialkarzinom, sondern um einen Krebs, der aus dem Brustfell, der sogenannten Pleura, entsteht, welche auch die Lungen überzieht. Dabei kann der Tumor der Pleura entsprechend um die Lunge herum wachsen. Außerdem kann er in das Lungengewebe, den Herzbeutel oder das Zwerchfell einwachsen. Häufig kommt es zu einer Metastasierung in regionale Lymphknoten. Ursache des Pleuramesothelioms ist fast immer eine Exposition gegenüber Asbest. Die Symptome sind:

  • Kurzatmigkeit und Brustschmerzen
  • lang anhaltender Husten
  • Schmerzen im Schulterblatt oder unteren Rücken

Beim Fortschreiten der Erkrankung treten Flüssigkeitsansammlungen zwischen den beiden Schichten der Pleura auf (Pleuraerguss). In den meisten Fällen sind es erst die daraus resultierenden Beschwerden, die den Patienten veranlassen, einen Arzt zu konsultieren.

Früherkennung

Für manche Krebsarten, wie z. B. den Prostata- und den Gebärmutterhalskrebs, den Brust- und den Darmkrebs gibt es Früherkennungsprogramme. Beim Lungenkrebs ist dies nicht der Fall. Daher ist es schwer, die Erkrankung in einem Stadium zu bemerken, in dem der Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist. Dies ist ein großes Problem, da gerade der Lungenkrebs in einem späteren Stadium oft lebensbedrohlich ist. Dass es bisher kein Früherkennungsprogramm gibt, liegt schlicht daran, dass bis heute kein Verfahren entwickelt werden konnte, welches sich für die allgemeine Bevölkerung eignet – auch wenn es technisch durchaus möglich ist, einen Lungenkrebs im frühen Stadium zu entdecken. Verschiedene Verfahren werden derzeit auf ihre Eignung hin überprüft.

Lydia Köper

12.08.11

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