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Therapie des Gallengangkrebses

Eine Strahlentherapie wird beim Gallengangkrebs in der Regel nicht mit einer Heilungsabsicht, sondern palliativ, also zur Linderung von Beschwerden, eingesetzt.

Li Wa/Shutterstock

Therapie des Gallengangkrebses

Beim Gallengangkrebs ist, wie auch beim Leberzellkarzinom, eine Operation, bei der das veränderte Gewebe komplett entfernt wird, die einzige Möglichkeit, eine Heilung zu erzielen. Weitere Verfahren werden zur Eindämmung des Krebswachstums eingesetzt. Dazu zählen die Standardverfahren Chemotherapie und Strahlentherapie sowie die photodynamische Therapie.

Operation

Die operative Entfernung eines Gallengangtumors erfordert einen großen Eingriff. Aus diesem Grund ist die Operation nur sinnvoll, wenn die Möglichkeit besteht, alle Krebszellen zu entfernen – eine operative Verkleinerung des Tumors wird entsprechend nicht durchgeführt. Der Umfang der Operation resultiert aus der ungünstigen Lage des Gallengangs. Bei der Operation wird neben den betroffenen Teilen des Gallengangs auch die Gallenblase herausoperiert. Häufig müssen aufgrund der engen Beziehung zur Leber auch Teile dieses Organs mit entfernt werden. Der bei der Operation nach teilweiser Entfernung verbliebene Gallengang wird neu in eine Dünndarmschlinge eingepflanzt. Vor einer Operation kann es sinnvoll sein, die Gefäße des tumortragenden Teils der Leber zu verschließen, um das Wachstum im gesunden Teil des Organs anzuregen. Eine grundlegende Voraussetzung der Operation eines Gallengangkrebses ist ein guter Allgemeinzustand des Patienten – ohne diesen ist ein solch großer Eingriff nur schwer zu überstehen.

Photodynamische Therapie

Die photodynamische Therapie kann bei kleinen Tumoren angewendet werden, die aufgrund ihrer Lage dicht an der Leberpforte nicht operativ entfernen werden können. Dabei wird der Tumor durch eine Bestrahlung mit Laserlicht von innen behandelt. Zur Durchführung der Behandlung sind zwei Schritte erforderlich. Zwei Tage vor der Bestrahlung wird ein Wirkstoff injiziert, ein sogenannter Photosensitizer, der sich bevorzugt im Tumorgewebe anreichert und die Zellen dort besonders empfindlich gegenüber einer Laserbehandlung macht. Im zweiten Schritt wird dann endoskopisch Laserlicht in den Gallengang eingebracht – wodurch die Krebszellen zerstört werden, während das umliegende Gewebe, welches den Photosensitizer nicht aufgenommen hat, weitgehend verschont bleibt.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie wird beim Gallengangkrebs in der Regel nicht mit einer Heilungsabsicht, sondern palliativ, also zur Linderung von Beschwerden, eingesetzt. Angewendet wird meist eine lokale Brachytherapie. Dabei erfolgt die Bestrahlung nicht von außen durch eine externe Strahlenquelle, sondern der Tumor wird von innen über eine Bestrahlungssonde behandelt, die über die Gallenwege bis zum Bereich des Tumors verschoben wird.

Neben der direkten Behandlung des Gallengangtumors wird die Strahlentherapie auch bei Metastasen eingesetzt. So kann oftmals eine sehr gute Linderung der Beschwerden und Schmerzen erreicht werden.

Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie kommen Zytostatika zum Einsatz. Dies sind Medikamente, die eine Zellteilung und damit auch das Wachstum von Geweben verhindern. Die normale Form der Chemotherapie spielt allerdings bei der Behandlung eines Gallengangkrebses nur eine untergeordnete Rolle, da ähnlich wie die bei den Zellen eines Leberzellkarzinoms auch hier nur geringe Reaktionen ausgelöst werden – weniger als die Hälfte aller Patienten mit Gallengangkrebs spricht auf eine Chemotherapie an. Im Einzelfall kann eine Chemotherapie erwogen werden.

Lydia Köper

07.10.11

Gallengangkrebs
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