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Therapie eines Leberzellkarzinoms

Grundsätzlich werden zwei Möglichkeiten der Operation unterschieden, die Leberteilentfernung (Leberteilresektion) und die Lebertransplantation.

Mikhail Olykainen/Shutterstock

Therapie des Leberzellkarzinoms

Für die Behandlung eines Leberzellkarzinoms kommt eine Vielzahl therapeutischer Verfahren infrage, die entweder einzeln angewendet werden oder auch kombiniert zum Einsatz kommen. Dies sind zum einen die klassischen Verfahren, die auch als die drei Säulen der Krebstherapie bekannt sind, nämlich die Operation, die Strahlentherapie und die Chemotherapie, aber auch weitere Verfahren haben Einzug in der Therapie des Leberzellkarzinoms gehalten.

Operation

Grundsätzlich werden zwei Möglichkeiten der Operation unterschieden, die Leberteilentfernung (Leberteilresektion) und die Lebertransplantation. Bei der Leberteilentfernung wird der betroffene Teil der Leber mit einem Rand gesunden Gewebes entfernt. Dieser Eingriff ist nur möglich, so lange der Tumor auf die Leber beschränkt ist und durch die Entfernung die Leberfunktion nicht zu stark eingeschränkt wird. Die Lebertransplantation ist selten und wird bei weniger als 5 % der Patienten mit einem Leberzellkarzinom durchgeführt. Dabei wird das komplette Organ entnommen und durch ein Spenderorgan ersetzt. Spenderorgane sind jedoch selten und müssen zudem in Bezug auf bestimmte Oberflächenmarker der Zellen zum Spender passen.

In mehr als dreiviertel aller Fälle besteht zum Zeitpunkt der Diagnostizierung des Leberzellkarzinoms keine Möglichkeit mehr einer operativen Tumorentfernung. Insbesondere bei Personen, die neben dem Leberkrebs auch unter einer Leberzirrhose leiden, wie dies in Deutschland überwiegend der Fall ist, gestaltet sich eine Operation häufig schwierig, da die Leberfunktion bereits vor der Operation stark eingeschränkt ist.

Chemotherapie

Die Chemotherapie spielt bei einem Leberzellkarzinom in Verbindung mit einer Leberzirrhose keine Rolle. In Asien und Afrika kommen häufiger Formen des Leberzellkarzinoms ohne Leberzirrhose vor, bei denen die Behandlung mit einer bestimmten Kombination von Chemotherapeutika einen klinischen Stellenwert erlangt hat.

Strahlentherapie

Die externe Strahlentherapie hat in der Therapie des Leberzellkarzinoms eine Bedeutung. Sie wird angewendet bei großen, örtlich begrenzten Tumoren, die nicht operativ oder durch minimal-invasive Methoden entfernt werden können. Die Strahlentherapie kann dabei in Kombination mit einer medikamentösen Therapie eingesetzt werden.

Lokale Verfahren

Einen großen Stellenwert haben lokale Therapieverfahren. Da Leberzelltumoren eher selten und sehr spät Metastasen bilden, kann der Tumor durch lokale Anwendungen begrenzt werden, wenn eine Heilung durch eine operative Entfernung nicht möglich ist. Dazu kann der Tumor durch eine perkutane Ethanol-Injektion oder eine radiofrequenz-induzierte Thermotherapie zerstört werden. Bei der transarteriellen Embolisation werden die Gefäße blockiert, die zum Tumor führen und so wird seine Blutversorgung unterbunden. Ein neues Verfahren ist die transarterielle Radioembolisation, bei der in die den Tumor versorgenden Gefäße kleine Strahlenquellen eingebracht werden.

Zielgerichtete Therapien

Bei den zielgerichteten Therapien handelt es sich um eine relativ neue Form der Tumorbehandlung. Die zielgerichteten Therapien zeichnen sich dadurch aus, dass die den Tumorstoffwechsel beeinflussen und deshalb recht gezielt Krebszellen angreifen, während normales Gewebe überwiegend geschont wird. Im Jahr 2007 wurde das erste zielgerichtete Therapeutikum für eine Behandlung des Leberzellkarzinoms, zugelassen.

Lydia Köper

07.10.11

Therapie
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