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Die Diagnostik eines Lungentumors

olly/Shutterstock

Wurde ein Lungenkrebs diagnostiziert, so müssen in der Regel weitere Untersuchungen durchgeführt werden, bevor mit einer Therapie begonnen werden kann. Es ist erforderlich, den Tumor genau zu charakterisieren – hinsichtlich seiner Größe, der Ausdehnung, der genauen Lage, der Art des Lungenkrebses und auch hinsichtlich seines Stadiums.

Computertomografie und Magnetresonanztomografie

Die zwei Verfahren, mit denen die Ausdehnung und Lage eines Lungentumors genau zu bestimmen sind, sind die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT). Auch Metastasen lassen sich mit diesen Verfahren darstellen. Zum Einsatz kommt zunächst eine CT. Dabei werden durch die Technik des Röntgens Schnittbilder des menschlichen Körpers erstellt. Anhand der Bilder kann entschieden werden, ob eine operative Entfernung des Tumors möglich ist oder ob er dafür bereits zu groß ist oder weitere lebenswichtige Organe befallen hat. Es können auch Rückschlüsse gezogen werden, wie umfangreich eine anstehende Operation wird. Aber nicht nur zur Planung einer operativen Tumorentfernung, sondern auch im Laufe einer Chemo- oder Strahlentherapie kann eine CT zum Einsatz kommen. Durch sie kann genau kontrolliert und bestimmt werden, wie gut die Therapieformen ansprechen.

Die MRT hat eine höhere Auflösung als die CT. Sie arbeitet nicht mit Röntgenstrahlen, sondern über eine Magnetwirkung, die in verschiedenen Geweben unterschiedliche Resonanzen auslöst. Sie kommt bei der Diagnostik des Lungenkrebses insbesondere dann zum Einsatz, wenn trotz einer CT nicht genau bestimmt werden kann, wie weit sich ein Tumor bereits ausgedehnt hat. Dies ist vorwiegend in herz- und gefäßnahen Bereichen der Lunge der Fall. Eine MRT wird zudem durchgeführt, wenn ein Tumor in der Thoraxspitze in Nervenstränge einwächst oder Verbindung zur Wirbelsäule hat. Nachteil einer MRT gegenüber der CT ist, dass die Patienten zur Untersuchung in eine Röhre gefahren werden müssen, die Platzangst auslösen kann. Patienten mit Herzschrittmachern oder Metall im Körper können zudem nur in Einzelfällen mit diesem Verfahren untersucht werden.

Ultraschall

Die Untersuchung mit Ultraschall (Sonografie) ist einfach, schnell durchzuführen, kostengünstig und nicht belastend für den Patienten. Aus diesem Grund wird sie häufig auch in der Krebsdiagnostik, so auch beim Lungenkrebs, eingesetzt. Sie wird in der Regel zur Untersuchung des Bauchraumes eingesetzt, um dort auf eine Bildung von Metastasen zu kontrollieren. Auch der Hals wird bei einem Lungenkrebs durch Ultraschall untersucht.

Skelettszintigramm und Positronen-Emissions-Tomografie

Ein Skelettszintigramm dient dem Nachweis von Knochenmetastasen. Es wird dem Patienten ein schwach radioaktives Kontrastmittel gespritzt, welches sich in den Knochen anreichert und dadurch Metastasen sichtbar macht. So kann beispielsweise entschieden werden, ob die Gefahr eines Knochenbruchs besteht und die Metastasen entsprechend operiert oder bestrahlt werden müssen. Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) dient ebenfalls dem Nachweis von Metastasen. Es handelt sich um ein bildgebendes Verfahren, welches den Tumor selbst und seine Metastasen aufgrund einer gesteigerten Stoffwechselaktivität darstellen kann.

Lungenfunktionsprüfung

Ist eine operative Entfernung des Tumors möglich, so wird eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt. Dies ist notwendig, um feststellen zu können, ob die Lunge nach der Entfernung des betroffenen Anteils noch in der Lage ist, den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Ist die Lungenfunktion zu niedrig, kann der Tumor nicht herausoperiert werden.

Lydia Köper

12.08.11

Tumordiagnostik
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