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Untersuchungen zur Diagnose von Schilddrüsenkrebs

_Violet_/Shutterstock

Um einen Schilddrüsenkrebs zu diagnostizieren, sind verschiedene Untersuchungen notwendig. Zum einen muss herausgefunden werden, ob bestehende Beschwerden wirklich durch einen Schilddrüsenkrebs verursacht werden oder ob es sich um eine andere Krankheit handelt. Aber auch wenn die Diagnose Schilddrüsenkrebs bereits gesichert ist, stehen möglicherweise weitere Untersuchungen an. Es müssen die genaue Lage und Ausdehnung des Tumors, die Art des Schilddrüsenkarzinoms und das Tumorstadium bestimmt werden.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Beim Arzt erfolgt zunächst die Anamnese, das Patientengespräch. Dabei schildert der Patient seine Beschwerden. Besteht der Verdacht eines Schilddrüsenkrebses, so wird der Arzt gezielt nach bestimmten Faktoren wie einem gehäuften familiären Auftreten oder den bekannten Risikofaktoren fragen. Im Anschluss an die Anamnese erfolgt eine körperliche Untersuchung. Bestehen Probleme im Halsbereich bzw. im Bereich der Schilddrüse, so wird der Arzt die Schilddrüse genau auf Veränderungen abtasten. Auch die Lymphknoten im Halsbereich werden untersucht.

Blutuntersuchungen

Verschiedene Parameter, die mit der Funktionalität der Schilddrüse in Zusammenhang stehen, können im Blut analysiert werden. Dies sind die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie das von den C-Zellen produzierte Calcitonin. Auch das von der Hirnanhangsdrüse produzierte TSH (Thyroid Stimulating Hormone) wird bestimmt, ebenso die Calciumkonzentration.

Ultraschalluntersuchungen

Da die Schilddrüse relativ dicht an der Körperoberfläche gelegen ist, ist das Organ einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) gut zugänglich. Es können mit dieser Methode Veränderungen des Organs, zum Beispiel gebildete Knoten, detektiert werden. Auch Veränderungen der Lymphknoten lassen sich im Ultraschall darstellen. Werden auffällige Bereiche detektiert, können allerdings keine Aussagen darüber getroffen werden, ob die Veränderungen gut- oder bösartig sind. Da ein Schilddrüsenkarzinom häufig Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, in der Leber bildet, wird auch dieses Organ untersucht.

Röntgenuntersuchungen und spezielle Verfahren

Um die genaue Lage und Ausdehnung eines Tumors bestimmen zu können und eventuelle Metastasen zu entdecken, reicht eine Ultraschalluntersuchung nicht aus. Dazu kann eine klassische Röntgenuntersuchung eingesetzt werden. Genauste Analysen ermöglichen die speziellen Verfahren der Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT), die Schnittbilder des Körpers erzeugen. Anhand von Spezialaufnahmen der Luft- und Speiseröhre kann zudem festgestellt werden, ob diese durch den Tumor verengt sind.

Szintigrafie

Die Szintigrafie ist ein weiteres bildgebendes Verfahren. Dabei werden Organe mithilfe radioaktiver Stoffe dargestellt. Die Schilddrüse lässt sich über radioaktives Jod oder alternativ Technetium darstellen, weil sich diese Substanzen fast ausschließlich dort anreichern. Aus der Jodanreicherung kann auf das Stoffwechselverhalten der jeweiligen Zellen geschlossen werden. „Kalte Knoten“ beispielsweise zeichnen sich durch eine verminderte Jodeinlagerung aus. Außerdem bietet das Verfahren nach einer operativen Entfernung der Schilddrüse die Möglichkeit, Metastasen darzustellen, die im Gegensatz zu normalen Zellen anderer Organe Jod einlagern.

Gewebeentnahme

Im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung kann eine Gewebeprobe entnommen, also eine sogenannte Biopsie durchgeführt werden. Dazu werden mit einer feinen Nadel Zellen aus einem auffälligen Bereich der Schilddrüse entnommen. So kann möglicherweise schon vor einem operativen Eingriff bestimmt werden, um welche Art des Schilddrüsenkarzinoms es sich handelt. Werden keine Krebszellen in der Probe nachgewiesen, schließt dies eine Krebserkrankung allerdings nicht aus. In einem solchen Fall kann nur eine Operation mit Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben Gewissheit bringen.

Lydia Köper

31.08.11

Untersuchungen
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