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Untersuchungen bei verdacht auf Leberkrebs

Zusammen mit der Ultraschalluntersuchung kann mit der CT oder der MRT gut zwischen einem gutartigen Tumor und einer tatsächlichen Krebserkrankung unterschieden werden.

T-Design/Shutterstock

Diagnosen/Untersuchungen

Besteht der Verdacht auf einen Leberkrebs, werden vom Arzt verschiedene Untersuchungen eingeleitet. So wird zunächst abgeklärt, ob es sich tatsächlich um eine Krebserkrankung handelt oder nicht. Ist die Diagnose gesichert, sind die Untersuchungen damit nicht abgeschlossen. Es schließen sich weitere Verfahren an, um die genaue Lage und Ausdehnung des Tumors zu bestimmen, um festzustellen, aus welchen Zellen er hervorgegangen ist und in welchem Stadium er sich befindet. Erst wenn diese Faktoren bekannt sind, kann ein Therapieplan erstellt werden, da sie alle die Wahl der Therapie beeinflussen können.

Patientengespräch und körperliche Untersuchung

Beim Patientengespräch (Anamnese) werden vom Arzt die Vorgeschichte des Patienten, die aktuellen Beschwerden und eventuelle Risikofaktoren erfasst. Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung. Bei Verdacht auf einen Leberkrebs oder generellen Beschwerden im Bauchraum wird der Arzt den Bauch abtasten. So können unter Umständen bereits Veränderungen in der Beschaffenheit der Organe und eventuelle Vergrößerungen von Leber oder Gallenblase festgestellt werden. Der Bauchraum wird zudem auf eine Ansammlung von Flüssigkeiten kontrolliert. Auch auf eventuelle Anzeichen einer Gelbsucht wird der Arzt achten.

Ultraschalluntersuchung

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) hat einen hohen Stellenwert in der Diagnostizierung von Leberkrebserkrankungen. Da das Organ nah an der Körperoberfläche liegt, ist es einer solchen Untersuchung gut zugänglich. Mithilfe des Ultraschalls kann ein Tumor dargestellt werden und zudem seine Lage innerhalb des Organs bestimmt werden. In vielen Fällen werden bereits Lebertumoren ab einer Größe von wenigen Millimetern entdeckt. Die Ultraschalluntersuchung ist zudem schmerzfrei und belastet den Patienten nicht.

Blutuntersuchung

Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss über viele verschiedene Faktoren geben, z. B. über die Funktion von Leber, Niere, Herz und Lunge. Besteht der Verdacht auf einen Leberkrebs, wird das Blut zudem auf eine Hepatitis-Infektion und auf das Vorhandensein von Tumormarkern analysiert. So produzieren Leberzellkarzinome beispielsweise häufig den Marker Alpha-1-Fetoprotein (AFP), der dann im Blut nachgewiesen werden kann. Die Bestimmung von Tumormarkern reicht für eine alleinige Diagnose nicht aus. Eine Abwesenheit der Marker schließt eine Krebserkrankung nicht aus, und das erhöhte Vorhandensein kann unter Umständen auch durch eine andere Erkrankung als einen Krebs verursacht sein.

Spezielle bildgebende Verfahren

Wird in der Ultraschalluntersuchung ein Tumor diagnostiziert, so folgt eine Computertomografie (CT) oder gegebenenfalls eine Magnetresonanztomografie (MRT). Mit beiden Verfahren können die Lage und die Ausdehnung des Tumors genau bestimmt werden. So lässt sich entscheiden, ob der Tumor operativ entfernt werden kann und wie umfangreich ein solcher Eingriff wird. Zusammen mit der Ultraschalluntersuchung kann mit der CT oder der MRT gut zwischen einem gutartigen Tumor und einer tatsächlichen Krebserkrankung unterschieden werden.

Biopsie

Eine eindeutige Diagnosesicherung ist beim Leberkrebs oft nur durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) mit anschließender mikroskopischer Analyse möglich. Dies erfolgt im Allgemeinen durch eine Punktion, bei der der Arzt unter Kontrolle durch Ultraschall oder CT eine Nadel durch die Bauchdecke hindurch in den verdächtigen Bereich einführt und dort Gewebe entnimmt. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung.

Weitere Verfahren

Weitere Verfahren können zum Einsatz kommen. In Bezug auf einen Gallengangkrebs sind häufig eine Röntgenkontrastuntersuchung und eine Spiegelung der Gallengänge durchzuführen.

Lydia Köper

07.10.11

Untersuchungen
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