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Zertifizierte Pankreaskarzinomzentren bieten bestmögliche Versorgung

Dewayne Flowers/Shutterstock

Bei einer so schwerwiegenden Diagnose wie Krebs stellen sich viele Betroffene die Frage, wie und wo sie die bestmögliche Therapie erhalten. Die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert daher Krebszentren, um Patienten eine gleichbleibend hohe Qualität in der Krebstherapie zu ermöglichen. Gemeinsam mit dem unabhängigen Zertifizierungsinstitut OnkoZert wurde ein onkologisches Zertifizierungssystem entwickelt, das bestimmte Kriterien beinhaltet, die regelmäßig überprüft werden.

Im Fall der Zertifizierung von Pankreaskarzinomzentren gibt es nach Angaben von OnkoZert zwei Varianten: Sie können als Modul bei der Zertifizierung eines Darmkrebskrebszentrums oder eines Onkologischen Zentrums zertifiziert werden. Es gibt allerdings keine alleinige Zertifizierung als Pankreaskarzinomzentrum (d. h. ohne Darmkrebs- oder Onkologisches Zentrum).

Darüber hinaus müssen Pankreaskarzinomzentren jedoch einige zusätzliche, spezifische Anforderungen erfüllen. Besonderes Merkmal zertifizierter Krebszentren ist u. a. die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Im Falle von Pankreaskarzinomzentren müssen als Hauptkooperationspartner Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Strahlentherapeuten, Hämatologen bzw. Onkologen, Pathologen sowie Radiologen nachgewiesen werden, entweder als Teil des Klinikums oder in eigener Praxis. Zudem kooperieren Pankreaskarzinomzentren mit Psychoonkologen, dem Sozialdienst, Stomatherapeuten, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten, Schmerztherapeuten, Genetikern sowie Selbsthilfegruppen.

Jährlich müssen mindestens 25 Patienten mit der Primärdiagnose eines Pankreaskarzinoms behandelt und zwölf Primärfälle operiert werden, davon mindestens sechs pro Operateur. Zur Diagnose sind bestimmte Untersuchungen innerhalb einer Woche verpflichtend, u. a. eine Abdomen-Sonografie, eine Endosonografie, ein Multidetektor-CT und eine ERCP, eine spezielle Untersuchung der Gallengänge bzw. -blase sowie des Pankreasgangs. Einmal wöchentlich muss zudem eine Tumorkonferenz stattfinden, bei der jeder einzelne Fall besprochen wird. An dieser Konferenz müssen verschiedene Fachärzte teilnehmen, z. B. Viszeralchirurgen, Gastroenterologen und Hämatologen. Wenn ein Patient entlassen wird, muss mit ihm ein Gespräch geführt werden, in dem die Themen Therapieplanung, individueller Nachsorgeplan und Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus besprochen werden.

Diese und weitere Anforderungen werden von Auditoren von OnkoZert bei der Erst- sowie der Rezertifizierung überprüft. Ergeben sich Abweichungen, haben die Zentren drei Monate Zeit, diese zu beheben. Erfüllt das Zentrum alle Kriterien, erteilt OnkoZert die Zertifizierung – im Falle von Pankreaskarzinomzentren ist diese so lange gültig wie das Zertifikat des übergeordneten Darm- bzw. Onkologischen Zentrums.

Quelle: Befund Krebs 1/2012

11.04.12

Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
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