- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Krebserkrankungen - Bauchspeicheldrüsenkrebs - Therapien - Mit Viren gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Mit Viren gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Tumoren zerstören, ohne gesunde Zellen zu schädigen: Mithilfe von Viren wollen Krebsforscher dieses Ziel erreichen, so die Deutsche Krebshilfe. Die Mikroorganismen sollen gentechnisch so verändert werden, dass sie Krebsgeschwüre besiedeln und die bösartigen Zellen beseitigen. Derzeit testen Wissenschaftler in Ulm diesen Ansatz bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bestimmte Stämme sog. Adenoviren unterscheiden gesunde Zellen von Krebszellen: Die Mikroorganismen befallen ausschließlich Tumorzellen und bauen ihr eigenes Erbgut in das der bösartigen Zelle ein. So wird diese in eine Virusfabrik umfunktioniert.

Wenn die neu gebildeten Viren freigesetzt werden, wird die Tumorzelle dadurch zerstört. In einer Reihe von klinischen Studien konnten Krebsforscher bereits feststellen, dass die Injektion hoher Mengen dieser Adenoviren Tumoren schrumpfen ließ. Dies waren jedoch Einzelfälle, bei einem Großteil der Patienten blieb die Behandlung wirkungslos. Der Grund dafür: Die Viren zerstörten nur diejenigen Tumorzellen, die in unmittelbarer Nähe der Injektionsstelle lagen. Die Forscher wollen die Viren gentechnisch nun so verändern, dass sie in der Lage sind, den ganzen Tumor zu besiedeln und sich dort massiv auszubreiten.

Quelle: Befund Krebs 1/2013

18.04.13

Newsletter An-/Abmeldung

Code: GMNU

Schriftzug Anzeige