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Brustkrebs: Tumor zapft Versorgungssystem des Körpers an

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Die Entwicklung neuer Blutgefäße aus bestehenden Stammgefäßen ist wichtig für die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen, Sauerstoff und Hormonen. Im Krebsgewebe hat die Gefäßneubildung (Angiogenese) jedoch eine fatale zusätzliche Funktion: Sie dient der Verbreitung von Tumorzellen im Körper. Priv.-Doz. Dr. Daniel Herr aus Ulm will zusammen mit seinem Forscherteam die Regulation der Angiogenese am Beispiel des Brustkrebses aufklären und hofft, damit neue therapeutische Perspektiven für die Behandlung eröffnen zu können. Das teilt die Wilhelm Sander-Stiftung mit.

Hintergrund: Alle Subtypen des Brustkrebses bilden in unterschiedlicher Ausprägung den Vascular endothelial growth factor (VEGF). Dieser Botenstoff ist Hauptinitiator der Angiogenese. Dabei entsteht ein Gefäß, das in Richtung Tumor wächst. So erhält das Krebsgewebe Anschluss an das Versorgungssystem des Körpers. Die Forscher wollen nun u. a. der Frage nachgehen, ob die vermehrte Produktion von VEGF durch Tumorzellen durch das Gewebshormon Angiotensin II verursacht wird, das die Tumorzellen ausschütten – denn damit wäre letztlich Angiotensin II der Auslöser für die Gefäßneubildung im Tumorgewebe.

Quelle: Befund Krebs 3/2012

26.03.13

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