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Aus der Brustkrebs-Selbsthilfe: Susan G. Komen

Ethan Andrews/Shutterstock

Dass Brustkrebs keine reine Frauenkrankheit ist, erfahren in Deutschland 500 bis 600 Männer jedes Jahr neu am eigenen Körper. Wie Peter Jurmeister, 63, der plötzlich einen Knubbel unter der Brustwarze bemerkte und zum Hautarzt ging. Dieser schickte ihn damals weiter in die Frauenarztpraxis. Diese schnelle Reaktion ist eher die Ausnahme. „Männer rechnen einfach nicht mit Brustkrebs und lassen viel Zeit verstreichen, ehe sie zum Arzt gehen“ sagt Jurmeister, „das kann Leben kosten.

Mit etwa 40 anderen Betroffenen hat er ein Männer-Netzwerk gegründet (www.brustkrebs-beim-mann.de). „Die Chancen stehen recht gut, wenn alle Männer wissen, dass nicht nur eine kleine Zahl von Risikoträgern Brustkrebs bekommen kann. Denn wegen des geringen Drüsengewebes sind Knoten beim Mann gut zu tasten.“

Beim diesjährigen Kompetenztraining für Brustkrebs-AktivistInnen, kombra, hat Jurmeister sich das Rüstzeug geholt, um anderen Betroffenen besser zur Seite stehen zu können. Die fünftägige intensive Schulung unter dem Dach von Komen Deutschland orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Brustkrebsforschung, beleuchtet die sozialrechtliche Situation und sensibilisiert für die Aussagekraft von Studien. „Ob z. B. die Ergebnisse 1:1 auf Männer übertragen werden können, steht dahin“, bemerkt Jurmeister. Eine der Forderungen seines Netzwerkes ist, dass sich in mindestens einem der 240 zertifizierten Brustzentren in Deutschland das Know-how für Brustkrebs beim Mann konzentriert.

Quelle: Befund Krebs 1/2013

24.04.13

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