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Brustkrebszellen im Blut erhöhen das Rückfallrisiko

ARENA Creative/Shutterstock

Um das Risiko von Metastasen frühzeitig zu erkennen, könnte ein Test zum Nachweis von Krebszellen im Blut hilfreich sein, berichtet The Lancet Oncology.

Nachgewiesene Tumorzellen

In einer Studie wiesen Wissenschaftler nach, dass Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, nachdem ihnen der Tumor entfernt worden ist, eher einen Rückfall erleiden und sterben, wenn vor der Operation sog. zirkulierende Tumorzellen in einer Blutprobe nachgewiesen wurden. Allerdings könne erst nach weiteren Untersuchungen eine Aussage darüber getroffen werden, ob der Bluttest die Routinediagnostik wirklich verbessert, erklären die Forscher im Fachblatt. „Das Ergebnis des Bluttests könnte dabei helfen, das Krankheitsstadium zu ermitteln und Patientinnen zu identifizieren, die von Zusatztherapien profitieren würden“, schreiben Anthony Lucci und Kollegen vom Krebszentrum der University of Texas in Houston.

Um zu prüfen, ob sich Brustkrebszellen bereits im Körper ausgebreitet haben, untersucht man derzeit benachbarte Lymphknoten auf solche Zellen. In der neuen Studie setzten die Forscher ein halb automatisiertes Testverfahren ein, das einzelne Tumorzellen aufgrund typischer Oberflächenstrukturen im Blut nachweist. Dazu entnahmen sie vor der chirurgischen Tumorentfernung 7,5-Milliliter-Blutproben von 302 Patientinnen, deren späterer Lymphknotenbefund negativ war.

Positive Ergebnisse

Bei jeder vierten Frau war mindestens eine Krebszelle nachweisbar. 15 % dieser Patientinnen erlitten innerhalb von drei Jahren einen Rückfall, 10 % starben in diesem Zeitraum. Wurden drei oder mehr Tumorzellen gefunden, starben sogar 31 %. Dagegen kam es unter den Frauen mit negativem Bluttest nur bei 3 % zu erneutem Krebswachstum und lediglich 2 % starben. Die Entfernung von Lymphknoten sei mit einem größeren Risiko für Komplikationen verbunden als eine einfache Blutabnahme, schreiben die Autoren. Daher sollten weitere Studien nun prüfen, ob sich ein routinemäßig durchgeführter Bluttest auf zirkulierende Tumorzellen als vorteilhaft erweisen würde.

Quelle: The Lancet Oncology

26.04.13

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