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Brustrekonstruktion nach der Operation

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Wenn die Brust aufgrund einer Krebserkrankung vollständig entfernt werden muss, bedeutet das für betroffene Frauen nicht zwangsläufig, dass sie fortan eine Prothese tragen müssen. Vielmehr gibt es heute die Möglichkeit, die Brust wieder aufbauen zu lassen.

Grundsätzlich kann man dabei drei Rekonstruktionsverfahren unterscheiden, betont die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC): die Rekonstruktion mit Silikonimplantaten, mit Eigengewebe und mit Eigenfett. Welche Methode für welche Patientin am besten geeignet ist, ist abhängig von den jeweiligen körperlichen Voraussetzungen. Laut DGPRÄC werden jedoch mit Rekonstruktionen aus eigenem Körpergewebe natürlichere und dauerhaftere Ergebnisse erzielt als mit Implantaten.

Wenn die Rekonstruktion mit Silikonimplantaten vorgenommen wird, setzt der Chirurg anatomisch geformte Silikonkissen unter dem Brustmuskel ein. Laut der Brustkrebs-Selbsthilfeorganisation BRCA e. V. ist die Rekonstruktion mit Silikon die schnellste und am wenigsten belastende Methode. Die Operation ist nicht allzu kompliziert und die Patientin kann sich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch für eine andere Rekonstruktionsmethode entscheiden. Der Nachteil ist, dass der Körper das Silikon als Fremdkörper „erkennt“. So bildet er um das Implantat herum eine dünne Bindegewebshülle, eine Kapsel, die sich verhärten kann. Daraufhin können Schmerzen auftreten, auch besteht die Gefahr, dass sich das Implantat verlagert oder die Brust verformt, informiert die DGPRÄC.

Die beiden anderen Rekonstruktionsmethoden beruhen auf eigenem Körpergewebe. Dieses kann beispielsweise am Rücken, am Bauch oder am Po entnommen werden, je nach Körperregion wird dann zu Haut und Fettgewebe ggf. auch noch Muskulatur zur Rekonstruktion der Brust verwendet. Es gibt verschiedene Transplantationstechniken, zum Goldstandard zählt die sog. DIEP-Lappenplastik (DIEP = Deep Inferior Epigastric Perforator Flap), bei der Gewebe aus dem Unterbauch verwendet wird, ohne dass der gerade Bauchmuskel komplett entnommen wird, was das Risiko einer Bauchwandschwäche oder eines Bauchdeckenbruchs verringert, so die DGPRÄC. Das Ergebnis ist sehr natürlich, die Brust fühlt sich wie ein natürlicher Bestandteil des Körpers an und hält ein Leben lang.

Die Eigenfettrekonstruktion wird laut DGPRÄC noch nicht sehr häufig durchgeführt. Dabei spritzt der Arzt körpereigenes Fettgewebe, das zuvor aus anderen Körperregionen abgesaugt wird, in die Brust, um diese aufzubauen. Dies ist aber nur möglich, wenn genügend ursprüngliche Brusthaut verblieben ist. Zudem muss das Verfahren mehrfach angewendet werden, da der Körper das Fett teilweise wieder abbaut.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

02.08.13

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