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Welt-CML-Tag 2012: Neue Initiative „CML – manchmal ein Kunststück“

Ken Hurst/Shutterstock

Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe e. V. (DLH)

Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine bösartige Erkrankung der blutbildenden Zellen. Sie ist gekennzeichnet durch eine genetische Veränderung, bei der Teile der Chromosomen 9 und 22 verschmelzen und ein ungebremstes Wachstum der weißen Blutkörperchen auslösen. Der Welt-CML-Tag wurde daher nach einem Bericht der DLH auf den 22. September festgelegt. Das CML Advocates Network – ein weltweites Non-Profit-Netzwerk von Patientenorganisationen für CML-Patienten aus 53 Ländern – hat dabei die Aktivitäten koordiniert, die 2012 in zahlreichen Ländern anlässlich des Welt-CML-Tages stattgefunden haben. In Deutschland hat die DLH-Mitgliedsorganisation Leukaemie-Online eine bundesweite Initiative „CML – manchmal ein Kunststück“ ins Leben gerufen.

Durch Fortschritte in der Therapie hat sich die Prognose von Patienten CML entscheidend verbessert. Während es sich früher um eine bedrohliche Blutkrebserkrankung handelte, haben die Patienten heute eine reelle Chance, mit der Erkrankung alt zu werden. Dies sei eine erfreuliche Entwicklung, doch das Leben mit der Erkrankung sei manchmal ein Kunststück – daher auch der Name der Initiative, so die DLH. Denn täglich müssen sich CML-Patienten kleinen und großen Herausforderungen stellen: Sie müssen z. B. überlegen, ob und mit welchem Kreis von Personen sie über ihre Krankheit reden. Die täglich notwendige Tablettentherapie verlangt eine gewisse Disziplin. Manchmal treten Nebenwirkungen auf, mit denen man lernen muss, umzugehen. U. U. ist sogar eine Entscheidung über einen Therapiewechsel nötig.

Trotz der heute guten Prognose kann es mitunter sehr belastend sein, an einer chronischen Blutkrebserkrankung zu leiden, und aufkommende Ängste müssen überwunden werden, betont die DLH. Dann dürfe man den Mut nicht verlieren. Viele Patienten profitieren in einer solchen Situation von einem Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen zur Erkrankung, zur Therapie und dem alltäglichen Leben mit der Krankheit.

Quelle: Befund Krebs 5/2012

10.04.13

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