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Comprehensive Cancer Center: Spitzenzentren der Krebsmedizin

carlosseller/Shutterstock

Immer mehr Menschen vertrauen nach der Diagnose Krebs ihre Therapie zertifizierten Krebszentren an und lassen sich dort behandeln. Die Aufteilung der Krebszentren folgt dabei einer Pyramide, informiert die Deutsche Krebsgesellschaft. Auf der untersten Stufe stehen die Organkrebszentren, z. B. Brust- oder Prostatakrebszentren. Auf der mittleren Stufe sind die onkologischen Zentren angesiedelt. Diese behandeln mehrere Tumorerkrankungen unter einem Dach. Ganz oben stehen schließlich die sog. Comprehensive Cancer Center, onkologische Spitzenzentren. In diesen werden nicht nur Patienten behandelt, sondern auch geforscht und gelehrt.

Die Deutsche Krebshilfe fördert die onkologischen Spitzenzentren in Deutschland. Sie müssen demnach folgende Kriterien erfüllen:

  • eine fachübergreifende interdisziplinäre Onkologie für alle Tumorerkrankungen mit zentraler Anlaufstelle für Krebs-Patienten
  • die Einrichtung von interdisziplinären Konferenzen („Tumor-Boards“)
  • die Entwicklung und/oder Umsetzung von Behandlungspfaden im Sinne von Leitlinien
  • die Einbringung von Patienten in klinische Studien
  • eine enge Verzahnung von Forschung und Klinik (translationale Forschung)
  • eine psychoonkologische und palliative Betreuung
  • die Einbindung von Krebs-Selbsthilfeorganisationen
  • die Interaktion mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern der Umgebung
  • die Vorhaltung von Ausbildungsprogrammen für Ärzte, Wissenschaftler und Pflegepersonal
  • der Nachweis eines Qualitätssicherungssystems
  • die Dokumentation durch klinische Krebsregister
  • die Entwicklung von Programmen zur Früherkennung und Prävention von Krebs.

Derzeit fördert die Deutsche Krebshilfe zwölf solcher Spitzenzentren in Deutschland, u. a. in Berlin, Hamburg, Essen, Frankfurt, Tübingen und Dresden. Das Ziel ist eine Optimierung der Krebsmedizin. Es soll laut der Deutschen Krebshilfe außerdem sicher gestellt werden, dass krebskranke Menschen ohne Reibungs- oder Informationsverlust aus der stationären Versorgung in die ambulante Betreuung gehen. Zudem seien die Einbindung von Krebs-Selbsthilfeorganisationen sowie die Berücksichtigung von klinischen Krebsregistern unverzichtbare Voraussetzungen für die Förderung, betont die Deutsche Krebshilfe.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

02.08.13

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