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Ernährung bei Krebs: Das gilt es zu beachten

vgstudio/Shutterstock

Wer an Krebs erkrankt ist, für den können vormals so einfache Tätigkeiten wie Essen und Trinken ein Problem werden. Manchmal hat man, auch bedingt durch die Chemotherapie, keinen rechten Appetit mehr, leidet unter Übelkeit oder hat Beschwerden beim Schlucken. Dennoch ist eine gesunde, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung für Krebspatienten sehr wichtig, um eine Auszehrung durch zu starken Gewichtsverlust zu vermeiden.

Um das Essen leichter zu gestalten, gibt es einige praktische Tipps und Hinweise, die sich in der Praxis bewährt haben. So rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Appetitlosigkeit und Geschmacksveränderungen dazu, kleine Portionen zu sich zu nehmen, dafür aber öfter zu essen: nämlich alle zwei bis drei Stunden. Ggf. kann man auch nachts eine Mahlzeit zu sich nehmen. Wem es schnell schlecht wird, sollte starken Essensgerüchen aus dem Weg gehen. Stattdessen sollte man bei der Nahrungszubereitung seinen eigenen Vorlieben nachgehen und ganz einfach auf sein Geschmacksempfinden hören und essen, was einem schmeckt.

Bei Kau- und Schluckbeschwerden ist es hingegen oft nicht ohne Weiteres möglich, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Die DGE rät daher zu pürierten bis flüssig-breiigen Speisen, die nur mild gewürzt sind – also auf Chili und Co. besser verzichten. Ebenso sollte man Lebensmittel vermeiden, die stark säurehaltig sind, da diese zusätzlich reizen können, z. B. Essig oder Zitrusfrüchte. Auch Getränke mit Kohlensäure sind aus diesem Grund nicht unbedingt zu empfehlen.

Wer unter Übelkeit und Erbrechen leidet, dem schmeckt oft auch die Leibspeise nicht mehr – und man sollte den Verzehr in dieser Zeit vermeiden, damit nicht ausgerechnet gegen das Lieblingsessen eine Abneigung entsteht. Stattdessen kann man laut DGE versuchen, auf trockene Lebensmittel wie Zwieback oder Cracker zurückzugreifen. Warme Mahlzeiten sollte man nicht zu heiß essen – eher lauwarm – und, um den Magen nicht zusätzlich zu reizen, ebenfalls nur mild würzen.

Völlegefühl, Blähungen und Durchfall sind ebenfalls eine unangenehme Begleiterscheinung der Krebstherapie und treten beispielsweise auch bei Darmkrebs auf. Hier ist es, nach Angaben der DGE sinnvoll, eher laktose- und ballaststoffarme Speisen zu essen und auf blähende Gemüsesorten, z. B. manche Kohlgemüse, zu verzichten. Wer unter Durchfällen leidet, verliert viel Flüssigkeit – genug zu trinken ist daher immens wichtig – z. B. Fenchel-, Kümmel- und Pfefferminztee, so die DGE.

Die Deutsche Krebsgesellschaft wies kürzlich zudem nochmals darauf hin, dass es keine spezielle Krebsdiät gibt, die das Risiko einer Tumorerkrankung oder Rückfälle verhindern könne. Stattdessen sei es wichtig, dass Krebspatienten ihr Körpergewicht halten. Sinnvoll sei dafür eiweiß- und fetthaltige Nahrung mit einem geringen Kohlenhydrat- bzw. Zuckeranteil.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

08.08.13

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