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Forscher vernetzen sich im Kampf gegen Hautkrebs

sgame/Shutterstock

Das Maligne Melanom, auch Schwarzer Hautkrebs genannt, ist die aggressivste Form des Hautkrebses. Der Tumor bildet bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung Metastasen, die sich schnell im ganzen Körper ausbreiten. Häufig sind diese Tochtergeschwülste unempfindlich gegenüber Chemo- oder Strahlentherapien. Zahlreiche Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich daher 2008 in einem von der Deutschen Krebshilfe mit 2,8 Mio. Euro geförderten nationalen Forschungsverbund zusammengeschlossen, um neue Therapieverfahren gegen den Schwarzen Hautkrebs zu entwickeln. Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der ersten Förderperiode wird der Verbund für weitere drei Jahre mit 3,2 Mio. Euro gefördert. Das teilt die Deutsche Krebshilfe mit.

Gemeinsames Ziel der Wissenschaftler ist es, die zellulären Vorgänge aufzuklären, die dazu führen, dass ein Tumor entsteht und sich im Körper ausbreitet. Denn gerade die Mechanismen in den Krebszellen, die für die Tumorausbreitung und das anschließende Anwachsen gestreuter Tumorzellen verantwortlich sind, machen den Schwarzen Hautkrebs so gefährlich. „Nur wenn wir die grundlegenden Regulationsmechanismen in der Zelle verstehen, ist es möglich, neue Medikamente zu entwickeln, um das Krebswachstum dauerhaft zu stoppen“, erklärt Prof. Dr. Anja Boßerhoff vom Institut für Pathologie der Universität Regensburg. Sie ist Sprecherin des Forschungsverbunds.

Bei diesem Verbundprojekt arbeiten 14 universitäre Kliniken und Institute in Berlin, Bonn, Essen, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Regensburg, Rostock, Tübingen und Würzburg eng zusammen. Die nationale Vernetzung ermöglicht gemeinsame Untersuchungen aus unterschiedlichen Blickpunkten sowie einen intensiven inhaltlichen und methodischen Wissensaustausch. „Auf diese Weise können über die Leistungen von Einzelprojekten hinaus entscheidende neue Erkenntnisse erzielt werden, die das Krankheitsverständnis deutlich voranbringen und es so ermöglichen, neue Therapien gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln“, erläutert Boßerhoff.

Quelle: Befund Krebs 1/2012

02.05.12

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