- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Krebserkrankungen - Krebs allgemein - Entstehung - Genetische Lesezeichen programmieren Krebszellen

Genetische Lesezeichen programmieren Krebszellen

Tatiana53/Shutterstock

Die DNA ist nicht allein für das Verhalten von Krebszellen ausschlaggebend. Auch Veränderungen an DNA-gebundenen Eiweißmolekülen entscheiden darüber, ob Krebs entsteht. Diese Veränderungen dienen als „Lesezeichen“ in der Zelle. Sie legen fest, welche DNA-Abschnitte abgelesen werden, um die Bestandteile einer Zelle zusammenzubauen. Das berichtet die Universität Göttingen. Göttinger Forscher fanden heraus, dass ein bestimmtes genetisches Lesezeichen, eine chemische Veränderung des Proteins Histon 2B, bei fortschreitender Krebserkrankung in den Tumorzellen entfernt wird.

Dieselbe Veränderung spielt eine Rolle in der Weiterentwicklung von Stammzellen, wie die Forscher nun zeigten. Normalerweise führt das Protein wie ein Lesezeichen führt dazu, dass sich eine zunächst „unbeschriebene“ Zelle, eine Stammzelle, zu einer Knochen- oder Fettzelle entwickelt. Das bedeutet: Die gleichen Veränderungen am Chromatin, die aus Stammzellen differenzierte Zellen entstehen lassen, werden während der Entstehung bösartiger Tumoren verhindert. Die Tumorzellen nehmen die Eigenschaften einer Stammzelle an und werden dadurch bösartig. Das Lesezeichen erscheint während der Entwicklung von Stammzellen, geht aber in Tumorzellen wieder verloren. Diese Vorgänge sind wesentlich für Erkrankungen wie Krebs, schlussfolgern die Wissenschaftler.

Quelle: Befund Krebs 5/2012

11.04.13

Newsletter An-/Abmeldung

Code: GVSP

Schriftzug Anzeige