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Die richtige Hautpflege bei Chemotherapie

Yekaterina Choupova

Die Chemotherapie greift nicht nur die Tumorzellen an, sondern auch gesunde. Geschädigt werden dabei die besonders schnell wachsenden Zellen wie Haut- und Schleimhautzellen. Darüber hinaus sind Patienten unter Chemotherapie anfälliger gegenüber Infektionen der Haut, z. B. durch Herpesviren, Pilze oder Bakterien. Darüber informiert der Krebsinformationsdienst.

Typische Symptome von Hautveränderungen bei Chemotherapie-Patienten sind trockene, schuppende, ggf. juckende Hautverdichtungen und Rötungen. Bei einigen Betroffenen treten auch Pigmentflecken auf. Darüber hinaus kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die sich beispielsweise mit juckenden Quaddeln bemerkbar machen.

Laut der Leitlinie zur Hauttoxizität des Arbeitskreises Supportive Maßnahmen in der Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft sollten Krebspatienten Hautreaktionen vorbeugen, indem sie sich mit lauwarmem Wasser waschen und milde Seifen oder Waschlotionen zur Reinigung verwenden. Beim Abtrocknen ist Vorsicht angesagt – nicht rubbeln, sondern lieber sanft abtupfen, um Reizungen oder Verletzungen zu vermeiden. Die Haut sollte in jedem Fall gepflegt werden, dafür können Puder oder Cremes bzw. Lotionen verwendet werden. Die Hautpflege findet am besten zweimal täglich, morgens und abends statt, die verwendeten Produkte sollten rückfettend sein.

Nach Angaben des Krebsinformationsdienstes sollten Chemotherapie-Patienten auch im Auge behalten, dass das Immunsystem unter der Therapie geschwächt wird. Aus diesem Grund können Infektionen auftreten, die durch Keime auf Handtüchern oder Waschlappen verursacht werden können. Daher kann es sinnvoll sein, diese entweder bei jedem Waschen zu wechseln oder Einmalwaschlappen zu benutzen. Wichtig ist zudem ein konsequenter Licht- bzw. Sonnenschutz, da die Haut unter Chemotherapie empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert. Generell sollten Krebspatienten am Tag der Verabreichung des Medikaments die Sonne meiden. Ob jedoch ein generelles Sonnenverbot besteht oder Produkte mit Lichtschutzfaktor ausreichen, um vor der Sonne zu schützen, ist abhängig von der genauen Therapie und sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

17.07.13

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