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Immunsystem treibt Krebs in Dauerschlaf

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Ein Forscherteam von der Universität Tübingen hat vor Kurzem einen entscheidenden, bisher unerkannten Mechanismus der Krebstherapie gefunden. Die Wissenschaftler erkannten, dass das Immunsystem die Fähigkeit besitzt, das Krebs-Wachstum zu stoppen. Das Immunsystem kann Krebs und Krebszellen in einen Dauerschlaf versetzen, sie paralysieren. Dieser Dauerschlaf wird wissenschaftlich Seneszenz genannt und hält das Wachstum der Krebszellen permanent an. Selbst dann, wenn das Immunsystem die Tumoren nicht töten kann, können die Zytokine Interferon und Tumor-Nekrose-Faktor die Entwicklung der Krebszellen permanent einfrieren. Gemeinsam bringen die beiden Botenstoffe damit Krebszellen wieder zu einem normalen Verhalten, der Krebs schläft domestiziert im Körper.

Im Tierexperiment konnte die Seneszenz unerwartet lange den Krebs verhindern. Wurden die „schlafenden Tumorzellen“ aus den Tieren isoliert und in gesunde, immundefiziente Mäuse transplantiert, wachten sie nicht wieder auf, sondern blieben auch ohne Therapie weiter im Ruhezustand. Dieses neue Therapiekonzept bietet daher, so die Universität Tübingen, die Möglichkeit, dem Ziel einer sinnvoll lebensverlängernden, möglichst nebenwirkungsarmen Krebstherapie nahe zu kommen.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

17.07.13

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