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DNA-Schäden: Forscher identifizieren Struktur von Reparaturfaktor

sgame/Shutterstock

DNA-Doppelstrangbrüche können zur Entstehung von Tumoren führen. Nach Angaben der Ludwig-Maximilians-Universität konnten Wissenschaftler nun die Struktur eines DNA-Reparaturmoleküls aufklären und neue Einsichten in die Pathologie bestimmter Tumoren und neurodegenerativer Erkrankungen gewinnen. Doppelstrangbrüche entstehen etwa durch Strahlung oder Umweltgifte und können Krebs oder auch neurodegenerative Erkrankungen wie das sog. AT-artige Syndrom (ATLD, AT-like disease) auslösen. Ein wichtiger zellulärer Reparaturfaktor ist der sog. MRN-Komplex.

Der MRN-Komplex besteht aus einer Mre11-Nuklease, einer Rad50-ATPase und dem
Kontrollprotein Nbs1. Das Kontrollprotein ist für die Rekrutierung des Proteins ATM zuständig, das für die frühe Schadensregulierung in der Zelle eine zentrale Rolle spielt. Die Forscher konnten zeigen, dass Mre11 ein flexibles Dimer bildet, das von Nbs1 überbrückt und stabilisiert wird. Mutationen einzelner Komponenten des Komplexes lösen ähnliche, aber im Detail unterschiedliche Krankheiten aus, die durch erhöhte Krebsdisposition, Strahlensensitivität und Neurodegeneration geprägt sind. Diese Ergebnisse können helfen, die Entstehung dieser Krankheiten besser zu verstehen.

Quelle: Befund Krebs 4/2012

08.04.13

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