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Winzige Mikropartikel verursachen Metastasen

Sebastian Kaulitzki/Shutterstock

Winzige Abschürfungen von Tumoren könnten die Ursache dafür sein, dass sich Krebs im Körper ausbreitet. Münchner Wissenschaftler untersuchen nun diese sog. Mikropartikel. Die Forscher vermuten, dass sie die Fähigkeit besitzen, durch den Körper zu wandern und gesunde Zellen in Krebszellen zu verwandeln. Das berichtet die Deutsche Krebshilfe, die das Projekt fördert. Hintergrund: Bei der Ausbreitung von Krebs verlassen bösartige Zellen die Blut- und Lymphbahnen, dringen in das Gewebe ein und bilden neue Tumoren.

Möglicherweise helfen ihnen winzige Mikropartikel, die von der Krebszellhülle abbrechen, bei ihrem Feldzug durch den Körper. Denn Tumorzellen geben ständig solche kleinen Zellhüll-Brocken in die Blutbahn ab. Diese Krebsboten können leichter in das Gewebe eindringen als die um ein Vielfaches größeren Krebszellen und diesen den Weg ebnen. Damit nicht genug: Die Tumorabschürfungen können einen molekularen Schutzwall um sich herum errichten, der verhindert, dass sie vom Abwehrsystem des Körpers erkannt und entfernt werden. Langfristig erhoffen sich die Münchner Forscher daher ein verbessertes Verständnis der Metastasierung von Krebs sowie neue Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten.

Quelle: Befund Krebs 5/2012

10.04.13

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